Im Jahr 2050 droht der Region der Klimakollaps. 25 Journalistinnen aus 16 arabischsprachigen Ländern haben erfrischende Antworten. Gibt es nur noch Hitze? Oder auch Hoffnung?
In der Nahost-Region arbeiten immer mehr Frauen an Lösungen und erzählen neue Geschichten über Klima, Anpassung und Zukunft. Im Projekt MENA Green Panter der taz panterstiftung haben sich seit Hersbt 2024 (und bis Juni 2026) 25 Journalistinnen aus 16 arabischsprachigen Ländern vernetzt, um neue Perspektiven auf die Klimakrise sichtbar zu machen.
Nach einer ersten taz-Sonderbeilage, die im November 2025 erschien („Klimaheldinnen der MENA-Region“), haben die Teilnehmerinnen ihre Zusammenarbeit fortgesetzt: Sie produzierten eine zweite taz-Sonderbeilage („Übermorgenland“), diskutierten ihre Arbeit bei einem taz panter talk am 17. Juni in Berlin (auch als Stream) und veröffentlichten eine Podcastfolge im Format Freie Rede. Alle Texte finden Sie hier online.
Wird es die mauretanische Hauptstadt noch geben?
Mohamed Amayef ist ein mauretanischer Umweltexperte: „Nouakchott, die mauretanische Hauptstadt, ist eine Küstenstadt, die teils unter dem Meeresspiegel liegt. Sandgewinnung und zerstörte Dünen haben die Küste gegenüber Wellen und Stürmen geschwächt. Bleiben die Bedingungen unverändert, werden Überschwemmungen zunehmen. Die Versalzung des Grundwassers gefährdet Trinkwasserquellen und könnte Bewohner zur Abwanderung ins Landesinnere zwingen. Menschen mit geringem Einkommen sind am stärksten gefährdet, da sie oft in Gebieten mit schlechter Infrastruktur leben und nicht über ausreichende Mittel verfügen, um sich an Umweltkatastrophen anzupassen oder um umzuziehen. Es gibt Projekte zur Stärkung der Küste, etwa die Restaurierung von Dünen und die Errichtung von Schutzbarrieren. Diese sind wichtig, reichen aber ohne nachhaltige Stadtplanung und breite Sensibilisierung nicht aus. Wir brauchen dringend nachhaltige Strategien, bevor die Folgen der Klimakrise außer Kontrolle geraten.“









