PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFahndungFestnahme nach Messerattacke in Hamburg-St. Georg – Verdächtiger am Flughafen BER aufgegriffenStand: 14:52 UhrLesedauer: 2 MinutenDer 36-Jährige hatte nach der Tat über den Flughafen BER aus Deutschland fliehen wollenQuelle: Soeren Stache/dpaNach einem versuchten Tötungsdelikt in Hamburg-St. Georg hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der 36-jährige Mann wurde bei einem Ausreiseversuch am Flughafen Berlin-Brandenburg festgenommen – das Opfer musste notoperiert werden.Nach einer schweren Gewalttat im Hamburger Stadtteil St. Georg hat die Polizei einen Tatverdächtigen verhaftet. Wie die Beamten mitteilten, wurde ein 36 Jahre alter Mann afghanischer Staatsangehörigkeit am Flughafen Berlin-Brandenburg festgenommen, als er offenbar versuchte, Deutschland zu verlassen.Lesen Sie auchDie Tat selbst ereignete sich bereits am Sonntag, dem 7. Juni, gegen 13.40 Uhr in der Hammerbrookstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen war es dort zu einem versuchten Tötungsdelikt zum Nachteil eines Mannes gekommen. Dabei hatte das spätere Opfer wohl zunächst versucht, einer Frau und deren Bekanntem in der Hammerbrookstraße die Rucksäcke zu rauben. „Es entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den zwei Männern, in deren Verlauf der zuvor Angegriffene den 41-Jährigen unvermittelt mit einem Messer lebensgefährliche Verletzungen zufügte“, gab ein Polizeisprecher bekannt. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige zunächst in Richtung des Hauptbahnhofes.Im Zuge intensiver Ermittlungen geriet der 36-Jährige zunehmend in den Fokus der Kriminalbeamten. Nach Angaben der Polizei erhärtete sich der Tatverdacht im weiteren Verlauf so weit, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Haftbefehl erwirkte. Dieser wurde schließlich am Berliner Flughafen von Einsatzkräften der Bundespolizei vollstreckt.Lesen Sie auchNach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.Opfer nach der Tat notoperiertDas Opfer der Attacke musste nach der Tat notoperiert werden. In einer zunächst veröffentlichten Polizeimeldung war der Mann fälschlicherweise mit 41 Jahren angegeben worden. Inzwischen konnte seine Identität eindeutig geklärt werden – der Geschädigte ist 34 Jahre alt. Sein Gesundheitszustand hat sich nach Behördenangaben mittlerweile stabilisiert.Lesen Sie auchDie Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Unklar ist bislang, in welchem Verhältnis Täter und Opfer zueinanderstanden und welches Motiv hinter der Gewalt stand. Die Polizei geht davon aus, dass sich Täter und Opfer aus dem Drogenmilieu kannten.dfe