Die Bilder des Grünstreifens auf der Karl-Marx-Allee zeigen das triste Ergebnis der vom Bezirksamt Mitte veranlassten Pflege: trockenes und braunes Gras, keine Blumen – kein schöner Anblick. Doch damit nicht genug. Die Grünflächen werden durch die Verwilderung immer stärker von einer invasiven Art der Mäuse-Gerste attackiert.
Warum diese Pflanzenart eine Gefahr für die Grünflächen Berlins und ihre tierischen Bewohner darstellt, dürfte vor allem den Hundebesitzern bekannt sein. Viele von ihnen hatten wahrscheinlich schon einmal eine Granne der Mäuse-Gerste an ihrem Pullover oder an der Jacke hängen, weil sie sich durch ihre Widerhaken in den Klamotten festgesetzt hatte. Das gelingt den Pflanzen auch oft am Fell oder an den Pfoten der Hunde.
Für Hunde oder auch andere Stadttiere, wie Katzen oder Füchse, kann das dann allerdings zu richtigen Verletzungen führen. Sobald die Grannen sich festgehakt haben, lösen sie einen starken Juckreiz aus. Dadurch kratzen und reiben die Tiere den Fremdkörper in die Haut, und so kann es zu starken Entzündungen kommen.
Ein häufiges Unterfangen: Tierarztbesuch wegen einer Mäuse-Gersten-Verletzung.
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