Megathema Müll in Berlin: Sauber mögen's doch alle

Die Berliner Grünen wollen der Vermüllung des öffentlichen Raums ein Ende bereiten und stellen ihren Plan vor – an einem ungewohnt gepflegten Hotspot.

Manchmal hat Müll auch was Anrührendes

Der Müll ist offenbar zu Hause geblieben an diesem Montagmorgen auf der Kreuzberger Admiralbrücke. Weit und breit sind keine zerschmetterten Bierflaschen zu sehen, keine fettigen Pizzakartons, nicht mal ein Hundehaufen. Immerhin kommt irgendwann jemand vorbeispaziert und stellt einen leeren Kaffeepappbecher auf einem der Betonpoller ab.

Auch bei einem kleinen Spaziergang zum Urbanhafen: alles sauber. Es ist der ewige Vorführeffekt, mit dem die Grünen zu kämpfen haben. Denn Bettina Jarasch, Ko-Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl, Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann und der umweltpolitische Fraktionssprecher Benedikt Lux haben zu einem Vor-Ort-Termin mit BSR-Chefin Stephanie Otto und Ivan Shishkin von SauBer e.V. eingeladen, um ihren Antrag „Eine saubere Stadt für alle!“ vorzustellen. Am Donnerstag wird er im Parlament vorgestellt.