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Das Kind, aus Gründen des Datenschutzes wird es hier nicht näher beschrieben, lebt mit seinen Eltern und zwei Geschwistern in einem kleinen Ort in Puerto Rico. Seine Grundschule ist nicht weit entfernt, nur zehn Minuten dauert die Fahrt mit dem Auto. Diese und weitere Informationen, auch wann das Kind zu Hause ist, wann in der Schule, wann und wo es Freunde besucht – all das lässt sich aus der Ferne sehen.
Wir sitzen in einem schlichten Konferenzraum in Berlin-Friedrichshain. An der Stirnseite hängt ein großer Bildschirm. Lara Kaiser hat ihr Laptop auf diesem Schirm gespiegelt. Auf den ersten Blick sind nur kryptische Codezeilen und lange Ziffernfolgen zu erkennen, doch diese Buchstaben- und Zahlenkombinationen liefern einen erschreckend tiefen Einblick in das Leben einer Familie in der Karibik, weit weg von Berlin. Es verbergen sich Geokoordinaten darin, die zeigen, wo die Familie wohnt, wohin sich ihre Kinder wann bewegen, ja es lässt sich sogar erkennen, wie sie heißen und wie alt sie sind– Lara Kaiser kann all das live verfolgen, wie sie der ZEIT nachvollziehbar demonstriert. Das ist möglich, weil die Eltern eine sogenannte Jugendschutzapp namens Kids360 nutzen und sie auf den Handys ihrer Kinder installiert haben.







