Der US-Ingenieur Nathaniel Nifong verfolgt mit seinem Open-Source-Aufräum-Roboter Stringman für Wohnräume ein besonderes Konzept: Statt einen Roboter mobil in der Wohnung herumfahren oder laufen zu lassen und herumliegende Gegenstände einzusammeln, ist sein Roboter fest unter der Decke montiert. Der kranartige Roboter angelt sich liegengelassene Gegenstände mit einem Greifer und verstaut die eingesammelten Objekte dorthin, wo sie hingehören. Nifong hat dabei vor allem Kinderzimmer im Visier, in denen der Roboter die lieben Kleinen beim Aufräumen unterstützen soll.

Positionierung über Seile

Die Bezeichnung Stringman ist bei Nifongs Aufräumroboter Programm. Der Roboter ähnelt den Robotiksystemen, wie sie in Stadien zur Kameraführung unter dem Stadiondach verwendet werden. Ein Zwei-Finger-Greifer mit einem beweglichen Gelenk hängt mittig angebracht an vier Seilen, die in vier Ecken eines Raumes verankert sind und elektromotorisch verlängert oder verkürzt werden können. Der Strom für die fest montierten Motoreinheiten und den Greifer kommt aus der Steckdose, sodass keine Batterien nötig sind, die regelmäßig geladen werden müssen.

Über die vier Seile kann der Greifer in der Höhe und Position im gesamten Raum bewegt werden und erreicht damit nahezu jeden Punkt vom Boden bis zum höher gelegenen Regal.