Podcast «NZZ Quantensprung»Humanoide Roboter im Haushalt: Das Silicon Valley verspricht KI-Butler, die aufräumen, bügeln und abwaschenDie ersten humanoiden Haushaltsroboter kommen auf den Markt. Im Moment müssen sie von einem Menschen ferngesteuert werden. Was noch fehlt, bis sie autonom den Haushalt schmeissen.13.03.2026, 05.30 UhrHumanoide Roboter im Haushalt: nie mehr abwaschen, bügeln, aufräumenLena Waltle mit Gioia da SilvaOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Hören und abonnieren Sie den Podcast «NZZ Quantensprung» auch auf Spotify, Apple Podcasts oder Castbox. | Hier können Sie «NZZ Quantensprung» kostenlos als Newsletter abonnieren. Das Thema in der Übersicht:300 Milliarden Franken: So viel wäre Hausarbeit in der Schweiz pro Jahr wert, wenn man sie bezahlen würde. Geht es nach Firmen aus dem Silicon Valley, muss bald niemand mehr kochen, waschen, staubsaugen. Denn künftig sollen humanoide Roboter die Hausarbeit erledigen. Solche Roboter kann man schon vorbestellen, auch aus der Schweiz und aus Deutschland. Tanzen können sie – aber was ist mit Abwaschen?Gioia Da Silva / NZZWir fragen uns: Wann schmeissen humanoide Roboter den Haushalt?Darum bewegt uns das: Weltweit werden über 16 Milliarden Stunden pro Tag für unbezahlte Haus- und Care-Arbeit aufgewendet. Das entspricht ungefähr 2 Milliarden Menschen, die Vollzeit arbeiten – ohne Bezahlung. Frauen verbringen bis zu dreimal so viel Zeit mit Hausarbeit wie Männer. Wenn Maschinen Hausarbeit übernähmen, könnte das zu mehr Gleichberechtigung und höherer Erwerbsbeteiligung führen und gleichzeitig mehr wirtschaftliche Wertschöpfung und Produktivität schaffen.🤖 Der Weg zum Roboter-ButlerWichtig zu wissen: Weltweit arbeiten Firmen an humanoiden Haushaltsrobotern. Das norwegisch-amerikanische Unternehmen 1X plant, seine ersten Roboter dieses Jahr auszuliefern. Zum ArtikelHumanoide Form: Treppen, Türfallen, Fenstergriffe – die Welt wurde von Menschen für Menschen gebaut. Damit sich eine Maschine darin flexibel bewegen kann, braucht sie in vielen Fällen eine menschliche Form.Intelligentes Innenleben: Generative künstliche Intelligenz könnte die Robotik revolutionieren. Denn Chatbots wissen, dass man eine heisse Pfanne nicht auf einen Plastikteller abstellen sollte. Es ist ein gewaltiger Schritt, dieses Wissen in Roboter zu integrieren. Zum ArtikelDer Roboter der Firma Figure AI präsentiert sich bereits als aufmerksamer Gastgeber.FigureStand der Forschung: In Werbevideos der Firmen räumen humanoide Roboter bereits Einkaufstaschen aus, stauben Dekoration ab und servieren Champagner. Es wirkt, als stünde der Roboter-Butler kurz bevor.Bisher: Bereits heute gibt es viele Roboter in unserem Haushalt, wir nennen sie nur Waschmaschine, Spülmaschine oder Rasenmäher. Zum ArtikelHeute: Die humanoiden Roboter für den Haushalt haben heute einen Haken: Sie werden aus der Ferne gesteuert. Nicht der Roboter, sondern ein Mensch an einem Joystick räumt das Wohnzimmer auf. Zum ArtikelZukunft: Ein humanoider Allzweckroboter muss sich im unstrukturierten Chaos eines Haushalts zurechtfinden. Humanoiden Robotern fällt es besonders schwer, ein Blatt vom Boden aufzuheben, einen Türgriff zu drehen oder eine überreife Tomate aus der Verpackung zu nehmen. 💡💡So lernen RoboterMit diesen zwei Methoden versuchen Wissenschafter, den Robotern die Manipulation von Objekten beizubringen:Reinforcement-LearningIn einer virtuellen Simulation lernt die digitale Version des Roboters durch Versuch und Irrtum. Das funktioniert für Bewegungsabläufe wie das Gehen oder das Treppensteigen. Aber es funktioniert noch nicht gut genug bei der Handhabung von Gegenständen.Imitation-LearningDer Roboter lernt, indem er Bewegungen und Handlungen nachahmt. Dafür braucht er sehr viele Daten, zum Beispiel von Menschen, die ihm etwas vormachen – oder aus Videos.Zur Diskussion: Akrobatik und Show beherrschen die Humanoiden, das zeigte auch die chinesische Neujahrsgala. Doch Kung-Fu hilft wenig bei der Hausarbeit. Zum ArtikelCCTV GalaKosten: Hausarbeit wird kaum bis gar nicht bezahlt. Roboter müssen günstig sein, damit sie sich im Haushalt durchsetzen.Sicherheit: Eine starke Maschine im eigenen Zuhause soll nichts beschädigen. Dessen muss man sich sicher sein können – auch wenn sie einmal nicht so funktioniert, wie sie sollte. Zum VideoPrivatsphäre: Der Roboter der Firma 1X funktioniert bis jetzt nur mit Tele-Operation. Kunden geben damit unter Umständen Hunderten von Menschen Einblick in die eigene Wohnung.Emotionale Bindung: Viele Menschen erzählen ihrem KI-Chatbot inzwischen mehr als ihren engsten Freunden. Haben Sprachmodelle eine neue Art von Verbindung zwischen Menschen und Maschinen geschaffen? Zum InterviewWeitere Episoden von «NZZ Quantensprung» finden Sie in dieser Übersicht.Passend zum Artikel
Nie wieder bügeln: Wann übernehmen humanoide Roboter endlich die Hausarbeit?
Die ersten humanoiden Haushaltsroboter kommen auf den Markt. Im Moment müssen sie von einem Menschen ferngesteuert werden. Was noch fehlt, bis sie autonom den Haushalt schmeissen.










