Sie befinden sich hier:StartseiteGesellschaftSoziologe über gespaltene Gesellschaft: „Man kann nicht anordnen, dass alle lieb zueinander sind“ © Unsplash/Galina Nelyubova Tagesspiegel Plus Zwei Drittel der Deutschen empfinden den gesellschaftlichen Zusammenhalt als schlecht. Der Soziologe Gert Pickel erklärt, warum es vielen Menschen persönlich gut geht – und sie das Land trotzdem im Niedergang sehen. Stand: heute, 09:08 UhrJetzt neu: Tagesspiegel bei Google bevorzugenHerr Pickel, Sie sind Co-Leiter des „Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ in Leipzig. Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge empfinden zwei Drittel der Deutschen den gesellschaftlichen Zusammenhalt als schlecht. Hat Sie dieses Ergebnis überrascht?Nein, dazu gibt es zu viele ähnliche Umfrageergebnisse. Interessant ist die Frage, was die Menschen überhaupt unter „Zusammenhalt“ verstehen. Die einen sagen, das soziale Miteinander funktioniere nicht mehr, weil es so viele Rechtsextreme gebe. Die anderen sagen dasselbe, aber weil es angeblich zu viele Ausländer gebe. Hinter demselben Befund stecken also völlig gegensätzliche Begründungen. showPaywall:trueisSubscriber:falseisPaid:true