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Südafrika: Ab nach ... Kapstadt
Von Berlin nach Kapstadt: Emma macht ihren Master in Südafrika. Hier studiert sie zu Postkolonialismus, schaut Rugby im Stadion und plant ihre Zukunft als Journalistin.
»Seit der achten Klasse wollte ich Journalistin werden, am liebsten Auslandskorrespondentin. Mit 22 war ich für ein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Südafrika. Dabei ist mir klar geworden, wie wenig in Deutschland über die Subsahara berichtet wird. Das wollte ich ändern. Seit einem Jahr studiere ich Medienwissenschaften in Kapstadt. Das Studium ist anders als in Berlin, wo ich meinen Bachelor gemacht habe. Dort saß ich manchmal mit 50 Kommiliton:innen im Seminar, hier sind wir nur 15. Wir sprechen viel über Postkolonialismus und Machtstrukturen in den Medien. Mein Studium kostet 8.000 Euro pro Jahr, dazu kommen monatlich 552 Euro Miete für mein 25 Quadratmeter großes Apartment. Mit meinem Nebenjob bei einem Medien-Start-up und einem Stipendium komme ich gut aus. Nach der Uni fahre ich oft mit dem Bus zum Clifton Beach, da ist immer was los. Die Leute spielen Volleyball oder grillen Steaks und Boerewors, das sind so Thüringer-Rostbratwurst-mäßige Würstchen. Ich esse lieber Bunny Chow, ein mit Curry gefülltes ausgehöhltes Brot. In meinem Lieblingsrestaurant The Burner gibt es das ab fünf Euro. Ich vermisse manchmal einen Döner oder eine Flasche Mate.






