G7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhenDie USA und die anderen G-7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukrainekrieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten. Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist.Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G-7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.Irem YildirimUkraine: Zwei Tote bei Absturz eines MilitärflugzeugsBeim Absturz eines ukrainischen Bombers im Westen der Ukraine kommen die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Flugzeug vom Typ Su-24M sei in der Region Chmelnyzkyj während eines Einsatzes abgestürzt, wie die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mitteilt. Am Boden gibt es demnach keine Verletzten. Rettungskräfte seien an der Absturzstelle im Einsatz, die Unfallursache werde untersucht. Irem YildirimMindestens acht Tote bei russischen Luftangriffen in der Ukraine Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind den ukrainischen Behörden zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Region Dnipropetrowsk habe es drei Todesopfer gegeben, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha. Die russische Armee habe mit Drohnen Zivilisten angegriffen, die „auf einer Straße unterwegs waren“.Beim Beschuss von Wohngebieten in der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen drei weitere Menschen ums Leben, wie der dortige Bürgermeister Vadym Liach mitteilte. Zwei weitere Tote gab es laut Behördenangaben durch Drohenbeschuss in der südlichen Region Cherson. Hier wurden demnach weitere 16 Menschen verletzt. Irem YildirimTrump kündigt weiteres Treffen mit Selenskyj bei G-7-Gipfel an US-Präsident Donald Trump will sich auf dem G-7-Gipfel ein weiteres Mal mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Ob es sich um ein Zweiergespräch handelt oder weitere Teilnehmer dabei sein werden, ließ Trump bei seiner Ankündigung offen. „Russland sollte eine Einigung erzielen“, sagte Trump zum Ukrainekrieg. Ein weiteres Treffen mit Trump am Mittwoch sei möglich, bestätigte Selenskyj später gegenüber Journalisten. Auf seinem Telegramkanal veröffentlichte er Bilder eines Gesprächs mit Trump und US-Außenminister Marco Rubio. Irem YildirimKreml: Keine Einladung zu Treffen mit Selenskyj erhalten Der Kreml weiß nach eigenen Angaben nichts über den Vorschlag eines Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Beim Telefonat zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump am Sonntag zu dessen 80. Geburtstag sei die Möglichkeit eines Treffens am Rande des G7-Gipfels nicht besprochen worden, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow.Auf die Frage, ob so ein Treffen überhaupt möglich sei, antwortete Uschakow ausweichend: „Niemand ist mit diesem Vorschlag an uns herangetreten.“ Selenskyj hatte Putin zuerst Anfang Juni zum Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg in einem offenen Brief ein Treffen auf neutralem Boden vorgeschlagen. Die Offerte hatte Putin abgelehnt, den Ton als unverschämt zurückgewiesen. Später sagte Selenskyj, in Absprache mit dem Bund der westlichen Industrienationen G7 sei Moskau sei ein Treffen in Frankreich angeboten worden – auch das habe der Kreml abgelehnt. Deswegen habe er mit Trump bei einem Telefonat nun die Möglichkeit einer direkten Zusammenkunft mit Putin in den USA besprochen, teilte der Ukrainer zuletzt mit.Sebastian GubernatorMerz: Wir sind bereit zu FriedensgesprächenBundeskanzler Friedrich Merz hat sich nach den Beratungen mit US-Präsident Donald Trump und den anderen G-7-Ländern über den Ukrainekrieg zufrieden gezeigt. „Ich habe ihn sehr kooperativ gesehen und ich habe ihn auch sehr aufmerksam zuhören sehen“, sagte Merz über Trump. Er empfinde einen „gewissen Grad des Optimismus, dass wir als Europäer und Amerikaner gemeinsam den Krieg beenden“. Alle G-7-Partner seien sich einig, den „Druck auf Moskau zu erhöhen, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen“, erklärte Merz. „Wir sind bereit zu Friedensgesprächen.“ Die Gespräche müssten jedoch an einem bestimmten Punkt ansetzen. Dazu zähle etwa, dass Russland die Forderung aufgebe, dass die Ukraine den freien Teil des Donbass aufgeben müsse.Sebastian GubernatorDeutsche Rüstungsfirma Hensoldt will Radare an Kiew liefernDie Unternehmensgruppe Hensoldt hat auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Waffenbauer Fire Point geschlossen. Ziel des Abkommens ist laut einer Pressemitteilung die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr. „Hensoldt ist für die Produktion, Erprobung und Lieferung von Radarsystemen für das ballistische Raketenabwehrsystem (BMD) verantwortlich und unterstützt deren Integration in das System“, hieß es. Die Radare seien in der Lage, bis zu 1500 unterschiedliche Luftziele zu erkennen und zu verfolgen, teilte Hensoldt mit. Integriert werden sollen die deutschen Radare in das von Fire Point entwickelte Flugabwehrsystem Freyja. „Jetzt können wir vom Konzept zur praktischen Realisierung eines paneuropäischen Abwehrschilds gegen ballistische Raketen übergehen“, kommentierte die Chefin von Fire Point, Iryna Terech, ukrainischen Medien zufolge die geplante Kooperation. Über die Anzahl der Radare und den Wert möglicher Lieferungen gab es zunächst keine Angaben.Sebastian GubernatorRussische Fregatte feuert Warnschüsse auf Yacht im Ärmelkanal Matrosen einer russischen Fregatte haben Warnschüsse auf eine zivile Yacht im Ärmelkanal abgegeben. Die Yacht habe sich zuvor der Fregatte genähert, sagte eine mit dem Vorfall vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. AFP zitierte einen Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums mit den Worten: „Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal.“ Nach Informationen der BBC soll die motorlose Yacht bei Nebel auf die Fregatte zugetrieben sein. Das russische Schiff gab demnach vor den Schüssen eine akustische Warnung ab. Das Kriegsschiff soll zu dem Zeitpunkt am späten Vormittag zwischen der britischen Isle of White und der Küste der französischen Region Normandie unterwegs gewesen sein. Die Yacht soll dem russischen Schiff demnach zu nahe gekommen sein. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte später den Vorfall. Die Yacht habe auf mehrere Kontaktversuche nicht reagiert und die Distanz immer weiter verringert. Bei einer Entfernung von 150 Metern habe der Kapitän der Fregatte dann den Befehl zum Eröffnen der Warnschüsse gegeben. „Die Besatzung der Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ hat in strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt und alles getan, um den Vorfall zu verhindern“, betonte das Ministerium in Moskau. Laut dem britischen „Guardian“ soll es keine Meldung zu Verletzten oder Schäden gegeben haben.Am Sonntag hatte das britische Militär einen mit Sanktionen belegten Öltanker der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal geentert. Es war der erste Einsatz dieser Art, der darauf abzielt, russische Einnahmen aus Ölgeschäften zu unterbinden, mit denen die Regierung in Moskau ihren Krieg in der Ukraine finanziert. Am Montag hatte die Marine mitgeteilt, zwei britische Schiffe hätten die Admiral Grigorowitsch im Ärmelkanal westlich von Brest in Frankreich beschattet.Trump will Sanktionen gegen russisches Öl wieder in Kraft setzenUS-Präsident Donald Trump will ausgesetzte Sanktionen gegen russische Öl-Exporte wieder in Kraft setzen. Die USA würden „bald in der Lage sein“, dies zu tun, sagte Trump am Dienstag beim G-7-Gipfel im französischen Évian. Er verwies dabei darauf, dass durch die Einigung mit Iran „jetzt das Öl wieder fließt“, das aus der Golfregion über die Straße von Hormus auf den Weltmarkt kommt.Die USA hatten wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Irankrieg und der darauf stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukrainekrieges verhängten Sanktionen vorübergehend gelockert. Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) dadurch zeitweise nahezu verdoppeln.Trump: Russland sollte mit Ukraine „ein Abkommen schließen“Der amerikanische Präsident hat Russland zu einer Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukrainekriegs aufgefordert. „Russland sollte ein Abkommen schließen“, sagte Donald Trump am Rande des G-7-Gipfels am Dienstag im französischen Évian. Er bestätigte, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereits getroffen habe und ein weiteres Gespräch mit ihm geplant sei. Selenskyj bleibt bis zum Ende des G-7-Gipfels – Treffen mit TrumpDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt nach Angaben des französischen Gastgebers bis zum Ende des G-7-Gipfels in Évian. Nach Angaben des Élysée-Palasts ist zudem ein bilaterales Gespräch mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump geplant. Weitere Einzelheiten zu Zeitpunkt und Inhalten des Treffens wurden zunächst nicht genannt. Am Dienstag habe Selenskyj Trump bereits Fotos vom bombardierten Höhlenkloster in Kiew gezeigt, hieß es aus dem Élysée-Palast. Trump habe sich darüber schockiert gezeigt. Großbritannien verhängt neue Sanktionen gegen russische VersorgungsnetzwerkeDie britische Regierung hat 70 neue Sanktionsmaßnahmen gegen finanzielle Netzwerke und Unternehmen angekündigt, die nach ihren Angaben an der militärischen Versorgung Russlands beteiligt sind. Wie das Außenministerium in London mitteilte, richten sich die Maßnahmen unter anderem gegen die Firma Neptun, die vom russischen Militärgeheimdienst GRU gesteuert werde und mit dem verdeckten Ankauf westlicher Technologien befasst sei. Außerdem stehen mehrere Flüssiggastanker auf der Sanktionsliste, die Russland nach britischen Angaben erst vor Kurzem erworben habe, um Flüssiggas aus der Arktis zu exportieren. Die neuen Maßnahmen sind Teil der britischen Bemühungen, Russlands Kriegswirtschaft und Beschaffungswege weiter unter Druck zu setzen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: G7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhen | FAZ
Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom G-7-Gipfel in Évian +++ Russische Fregatte feuert Warnschüsse auf Yacht im Ärmelkanal +++ Kreml dementiert Pläne für Treffen mit Selenskyj +++ alle Neuigkeiten im Liveblog










