PfadnavigationHomeSportFußballWMMedienboykottSpott über den Nationalhelden – Offener Konflikt bei SüdkoreaStand: 22:10 UhrLesedauer: 2 MinutenDie südkoreanische Nationalmannschaft feiert einen starken Auftakt in die WM. Gegen Tschechien drehen die Südkoreaner spät die Partie. Eine starke Einzelaktion leitet die Wende ein. Sehen Sie die Highlights der Partie hier im Video.Abfällige Kommentare über Kapitän Son Heung-min haben einen offenen Konflikt zwischen Südkoreas Nationalteam und den heimischen Medien ausgelöst. Interviews wurden gestrichen, ein Medienbeauftragter soll zurückgetreten sein.Südkoreas Vorbereitungen auf das WM-Spiel gegen Mexiko am Freitag (3 Uhr, MagentaTV und im Liveticker bei WELT) werden von einem Zerwürfnis zwischen den Spielern und den Medien des Landes überschattet. Auslöser sind offenbar abfällige Bemerkungen über Kapitän Son Heung-min. Den Berichten zufolge wurde am Dienstag der Zugang für die Medien gestrichen. Die Spieler wollen offenbar außerhalb offizieller WM-Verpflichtungen nicht mehr mit südkoreanischen Journalisten sprechen, geplante Interviews mit Spielern seien abgesagt worden. Der Streit führte Berichten zufolge am Dienstag sogar zum Rücktritt eines Medienbeauftragten des Teams. Die Nationalmannschaft hat den Rücktritt jedoch bislang nicht bestätigt.Mexikanische Medien berichteten, es habe ein Treffen zwischen den Medienbeauftragten des Teams und den südkoreanischen Medien gegeben, um den Vorfall zu besprechen.Der nationale Fußballverband erklärte, er bedauere „die unangemessenen Äußerungen einiger Medienvertreter während des Trainings der Nationalmannschaft im Basislager in Guadalajara“. Die Kommentare hätten innerhalb des Teams „großen Schock und Enttäuschung“ ausgelöst.Der Vorfall ereignete sich während einer öffentlichen Trainingseinheit am 7. Juni, wenige Tage bevor Südkorea sein erstes WM-Spiel mit 2:1 gegen Tschechien gewann. Der 33-jährige Son wurde, während er mit Teamkollegen lief, von nicht identifizierten Medienvertretern wegen seiner Militärakte verspottet. Die Aufnahmen stammten vom Sender JTBC, dem offiziellen südkoreanischen Rechteinhaber des Turniers. Das Video wurde später geleakt und löste in den sozialen Medien heftige Reaktionen aus.Son musste nicht zum MilitärDurch seinen Beitrag zum Gewinn der Goldmedaille Südkoreas bei den Asienspielen 2018 erhielt Son eine Ausnahme von der für wehrfähige Männer vorgeschriebenen 21-monatigen Wehrpflicht. Später leistete Son alternative Dienste ab, darunter einen dreiwöchigen Militärlehrgang im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Arbeit.Lesen Sie auchSon gilt als bester südkoreanischer Fußballer der Geschichte und Nationalheld. Er ist Rekordnationalspieler und wurde 2022 als erster Asiate überhaupt Torschützenkönig in der Premier League. Vor einem Jahr wechselte der heute 33-Jährige von Tottenham Hotspur zum Los Angeles FC.Lesen Sie auchDer Verband erklärte in seiner Mitteilung, er werde „weiterhin den Schutz des Teams in den Vordergrund stellen und sich bemühen, ein gesundes Medienumfeld zu schaffen“. Südkorea spielt am Freitag erneut in Guadalajara, wenn es in Gruppe A auf Gastgeber Mexiko trifft.SUF/AP
WM 2026: Spott über den Nationalhelden – Offener Konflikt bei Südkorea - WELT
Abfällige Kommentare über Kapitän Son Heung-min haben einen offenen Konflikt zwischen Südkoreas Nationalteam und den heimischen Medien ausgelöst. Interviews wurden gestrichen, ein Medienbeauftragter soll zurückgetreten sein.











