Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) macht sich für Zugangssperren in der U-Bahn stark. „Mehr Sicherheit, weniger Vandalismus“, schrieb Wegner auf der Plattform X. Man wolle „den Modellversuch für geschlossene Zugangssysteme an Berliner U-Bahnhöfen starten – damit Berlin sauberer und sicherer wird“.
Hintergrund ist ein Antrag der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, den die Abgeordneten bei ihrer Klausurtagung im rheinland-pfälzischen Stromberg beschlossen haben. Fahrgäste sollen die Bahnsteige demnach künftig nur noch über kontrollierte Zugänge erreichen. Erprobt werden soll das System zunächst auf den Linien U5, U7 und U8. „Das langfristige Ziel ist der Aufbau eines durchgängig modernisierten, automatisierten und geschlossenen U-Bahn-Systems“, heißt es in dem Antrag.
400 Millionen Euro, finanziert über den Fahrschein
Die Kosten haben es in sich. Nach Berechnungen der Senatsverkehrsverwaltung würde der Einbau an allen 175 U-Bahnhöfen über zehn Jahre rund 400 Millionen Euro kosten. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner will diese Summe nicht aus dem Landeshaushalt, sondern über die Ticketpreise refinanzieren; nötig wäre dafür aus seiner Sicht nur ein Aufschlag von wenigen Cent. Als Begründung führt die CDU die Vandalismusschäden an: Allein 2024 kosteten Graffiti und Sachbeschädigungen die BVG rund 17,1 Millionen Euro.







