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Cyberabwehr: Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen nimmt Arbeit auf Damit nicht jede Sicherheitsbehörde alleine vor sich hin werkelt, soll der Austausch zu drohenden und akuten hybriden Angriffen intensiviert werden. Eine neue Plattform soll dabei helfen.
16.06.2026 - 11:30 Uhr Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum ist eine Plattform für den Austausch zu Fragen, die den islamistischen Terrorismus betreffen. (Archivfoto) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaIm Beisein von Vertretern mehrerer Sicherheitsbehörden hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Gemeinsames Zentrum von Bund und Ländern zur Abwehr hybrider Bedrohungen eröffnet. Dort werden künftig Beamte aus Polizeibehörden, den Nachrichtendiensten und weiteren Behörden regelmäßig Erkenntnisse austauschen – auch um gegebenenfalls schnell Abwehrmaßnahmen ergreifen zu können. Ziel sei hier „Koordinierung statt Kompetenzgerangel“.Aktive AbwehrGleichzeitig kündigte der Minister einen baldigen Kabinettsbeschluss zu den geplanten zusätzlichen Befugnissen für den Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz an. Die deutschen Nachrichtendienste müssten weiterentwickelt werden zu richtigen „Geheimdiensten“, sagte Dobrindt. Dafür brauche es mehr Befugnisse im Online-Bereich und die Möglichkeit zur aktiven Abwehr.Cyberattacken und SpionageUnter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu zählt auch die Destabilisierung anderer Staaten durch die Beeinflussung der öffentlichen Meinung - etwa vor Wahlen. Staatlich gelenkte Cyberattacken zählen ebenfalls zum Werkzeugkasten hybrider Angreifer. Zwar wurden in den vergangenen Jahren auch mehrere mutmaßliche chinesische Agenten in Deutschland entdeckt. Die größten Aktivitäten auf dem Gebiet der hybriden Bedrohungen entfaltet aktuell jedoch nach Einschätzung des Verfassungsschutzes Russland.Spionage und DesinformationDie Angreifer kombinierten analoge Aktionen mit Cyberattacken, setzten Geheimdienstmitarbeiter, kriminelle Gruppen oder auch „Low-Level-Agenten“ ein, sagt der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen. Neben Spionage, Sabotage und Cyberangriffen gehöre auch Desinformation zum Repertoire der Gegner Deutschlands.Auch Zoll und BSI sind dabeiZu den Behörden, die ab sofort im GAZ Hybrid zusammenarbeiten, gehören neben den Verfassungsschutzämtern von Bund und Ländern, dem Bundeskriminalamt (BKA), den Landeskriminalämtern, dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) unter anderem auch die Generalzolldirektion, der Generalbundesanwalt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) kann einen Vertreter entsenden. Anlassbezogen sollen auch weitere Stellen, etwa der Bundeswehr, einbezogen werden. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick Anzeige Gutscheine Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen Anzeige Weiterbildung Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick










