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usgeladen werden, daran will sich Michel Friedman nicht gewöhnen: Im vergangenen September passierte ihm das, als er im Literaturhaus Uwe Johnson in Klütz „aus Sicherheitsgründen“ nicht mehr erwünscht war. Friedman fuhr trotzdem hin und redete auf einer Veranstaltung des PEN Berlin. Ob der Publizist und Anwalt nun auch nach Bayreuth reisen wird, nachdem die Festspielleitung eine mit ihm für den 26. Juli geplante Veranstaltung unter dem Titel „Verstummte Stimmen“ wegen „Sicherheitsbedenken“ abgesagt hat? Mehr als fraglich. Als die SZ Friedman in München zum Interview trifft, wirkt er angefasst. Mit dem Gedenkkonzert und seiner Rede sollte jüdischen Musikern gedacht werden, die während der Naziherrschaft ausgegrenzt und ermordet wurden, darüber ging es Bayreuth wohl um ein Zeichen der Aufarbeitung. Auf jenem Grünen Hügel, wo seit 1876 die Musik des bekennenden Antisemiten Richard Wagner und dann auch die NS-Ideologie und Adolf Hitler persönlich das Kraftfeld bildeten – Winifred Wagner, die Schwiegertochter des Komponisten und Festspielleiterin während der NS-Jahre, bekannte noch 1975: „Wenn Hitler heute hier zur Tür reinkäme, ich wäre genauso fröhlich und so glücklich, ihn hier zu sehen und zu haben, als wie immer.“








