PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBevölkerungsentwicklungDeutschland verliert 110.000 Einwohner – doch Hamburg trotzt dem TrendStand: 13:28 UhrLesedauer: 2 MinutenHier wollen viele leben: Hamburg ist eine wachsende StadtQuelle: Daniel Reinhardt/dpaWährend die Bevölkerungszahlen in fast allen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind, lebten zum Ende des Jahres 2025 in Hamburg mehr Menschen als noch im Jahr davor. Verband fodert Konsequenzen für den Wohnungsbau.Während die Bevölkerungszahlen in fast allen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind, lebten zum Ende des Jahres 2025 in Hamburg mehr Menschen als noch im Jahr davor. Der Zuwachs in der Hansestadt liegt bei 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit ist Hamburg eines von drei Bundesländern mit steigenden Zahlen. Auch die beiden anderen Stadtstaaten Berlin (+0,4 Prozent) und Bremen (+ 0,3 Prozent) hatten mehr in ihrer Stadt lebende Menschen registriert. In Hamburg lebten zum Stichtag 31. Dezember 2025 exakt 1.869.473 Menschen. Das waren 6908 mehr als Ende 2024. Mit Ausnahme des Jahres 2022 steigen die Zahlen seit vielen Jahren in Hamburg kontinuierlich an.Lesen Sie auchEin Blick auf die bundesweiten Zahlen: In Deutschland lebten Ende 2025 rund 110.000 Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Bevölkerungszahl ist auf 83,5 Millionen Menschen gesunken. Das waren laut Statistischem Bundesamt 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen, wie die Statistiker berichteten: „Im Jahr 2025 sank die Bevölkerungszahl nun erstmals seit 2020 wieder.“Der Grund: Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit nicht ausgleichen. 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig ging der Wanderungssaldo – also die Differenz zwischen den Zu- und Fortzügen – von plus 430.000 auf 235.000 deutlich zurück.Forderungen der WohnungswirtschaftAndreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), drängt angesichts der Hamburger Entwicklung auf politische Maßnahmen: „Da, wo Hamburg Einfluss hat, sind die politisch Verantwortlichen auf dem richtigen Weg. Die Wohnungsbauförderung hat mit einem Förderbarwert von mehr als 800 Millionen Euro ein überdurchschnittlich hohes Niveau erreicht. Mit dem Hamburg-Standard hoffen wir, die gestiegenen Baukosten in den Griff zu bekommen.“ Der Abbau von Bürokratie bleibe aber eine Daueraufgabe. Breitner: „Wünschenswert ist zudem ein Mentalitätswandel in den Genehmigungsbehörden. Wir erwarten, dass die sozialen Vermieter als Partner und nicht als Gegner gesehen werden. Uns eint das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Angesichts der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten müsse jetzt alles vermieden werden, das die Schaffung von Wohnraum weiter verteuere. Überzogene Klimaschutzregelungen gehörten genauso dazu wie weitere gesetzliche Auflagen für die Vermieter.