PfadnavigationHomeRegionalesHamburgNeue ZahlenNur ein Bundesland stemmt sich noch gegen den GeburtenrückgangVeröffentlicht am 28.04.2026Lesedauer: 2 MinutenInnige Momente: Ein Säugling trinkt an der Brust seiner MutterQuelle: Uwe Anspach/dpa-tmn654.300 Geburten im Jahr 2025 bedeuten das vierte Minus in Folge – und das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Nur Hamburg trotzt dem Trend, vielleicht auch wegen einiger Maßnahmen.Im vierten Jahr in Folge ist die Zahl der Geburten in Deutschland gesunken und hat den niedrigsten Stand seit 1946 erreicht. Im vergangenen Jahr seien nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren worden, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Das seien 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor gewesen, als 677.117 Neugeborene das Licht der Welt erblickten.Die Zahl der Sterbefälle von rund 1,01 Millionen überstieg die Zahl der Geburten 2025 den Angaben nach um etwa 352.000. Das sei das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit, erklärte das Bundesamt.Lesen Sie auchDie niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich den Statistikern zufolge aus zwei Entwicklungen: Es gibt derzeit weniger Frauen, die Kinder bekommen können, weil die zahlenmäßig kleinen 1990er Geburtsjahrgänge in das entscheidende Alter von Anfang 30 kämen. Außerdem sinke seit 2022 die zusammengefasste Geburtenziffer, die angibt, wie viele Kinder eine Frau heute im Durchschnitt bekommt.Stärkster Rückgang in Mecklenburg-VorpommernWie in den Jahren zuvor sank die Geburtenzahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2025 gegenüber 2024 in den östlichen Bundesländern mit 4,5 Prozent stärker als in den westlichen Bundesländern mit 3,2 Prozent. Unter den Bundesländern verzeichnete nach den vorläufigen Ergebnissen ausschließlich Hamburg einen leichten Geburtenanstieg von 0,5 Prozent. In der Hansestadt sind fünf Stunden Kita-Versorgung täglich gratis, Kinder und Jugendliche fahren gratis Bus und Bahn. Den stärksten Geburtenrückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit 8,4 Prozent.Einen Rückgang der Geburtenzahlen melden laut vorläufigen Ergebnissen für 2025 auch andere Staaten der Europäischen Union, darunter Frankreich, Österreich, Italien und Schweden, wie das Bundesamt weiter mitteilte. In Spanien, den Niederlanden und Finnland zeichne sich dagegen eine Stabilisierung ab.jlau
Neue Zahlen: Nur ein Bundesland stemmt sich noch gegen den Geburtenrückgang - WELT
654.300 Geburten im Jahr 2025 bedeuten das vierte Minus in Folge – und das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Nur Hamburg trotzt dem Trend, vielleicht auch wegen einiger Maßnahmen.







