Bundeskanzler Friedrich Merz überreichte US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains ein deutsches Fußballtrikot mit der Aufschrift „Trump 47“. Daraufhin grinste US-Präsident. Das Bild fasst zusammen, was dieser Gipfel für die Europäer bedeutet: Sie müssen Trump bei Laune halten und ihn gleichzeitig davon überzeugen, sich wieder ernsthaft mit dem Krieg in der Ukraine zu befassen.

Monatelang hatte sich Trumps außenpolitische Aufmerksamkeit auf den Iran-Krieg gerichtet. Seit der Rahmenvereinbarung zwischen Washington und Teheran, der zwar schon digital und Freitag in Genf auch offiziell unterzeichnet werden soll, hat Trump wieder Kapazitäten frei. Die Europäer wollen das Fenster nutzen, bevor es wieder zufallen könnte.

Beim Gipfel im malerischen Kurort Évian-les-Bains am Genfer See treffen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Industrienationen: die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie Vertreter der Europäischen Union. Gastgeber Macron hat zudem mehrere Gäste eingeladen, darunter die Staatschefs Ägyptens, Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate, Brasiliens, Indiens und Südkoreas.