PfadnavigationHomeSportFußballWMLeere Plätze im Stadion„Bekommt die Quittung“ – ZDF-Kommentator rechnet mit der Fifa abStand: 10:38 UhrLesedauer: 3 MinutenUruguay stolpert zum Auftakt über Saudi-Arabien und kommt über ein 1:1 nicht hinaus. In der zweiten Hälfte waren die Urus zwar kurz davor, das Spiel zu drehen, scheiterten aber immer wieder an Saudi-Arabiens Torwart. Die Highlights im Video.Bei der WM wird einmal mehr sichtbar, dass die astronomischen Kartenpreise der Fifa für den Fan kaum erschwinglich sind. Auch beim Spiel von Uruguay gegen Saudi-Arabien blieben viele Plätze leer. ZDF-Kommentator Schmidt kommentiert das bissig.Klare Ansage kurz vor Mitternacht. Oliver Schmidt kommentierte in der Nacht von Montag auf Dienstag im ZDF das WM-Spiel zwischen Uruguay und Saudi-Arabien (1:1), das um 17 Uhr Ortszeit in Miami im US-Bundesstaat Florida begann. Wenige Minuten vor dem Anpfiff platzte es aus Schmidt heraus – live im TV kritisierte er die Fifa scharf.Schmidt mit Blick auf die Tribünen: „Leider, leider, leider – das hat keine Partie bei dieser Weltmeisterschaft verdient: einige Lücken auf den Zuschauerrängen. Über 60.000 passen hier rein ins Stadion der Miami Dolphins. Auch schon der Super Bowl hat hier stattgefunden. Tja, die Fifa bekommt die Quittung für die völlig überteuerten Tickets zu diesem Turnier.“Schmidts Botschaft. „Fußball gehört den Fans! Nur bei der Fifa haben sie gedacht, hier können sie mal so richtig abschöpfen. Vielleicht ein bisschen naiv, und trotzdem habe ich die Hoffnung, dass die leeren Plätze die Männer in den Nadelstreifen zumindest mal zum Grübeln bringen werden.“„Das verändert auch das Publikum in den Stadien“Der 54 Jahre alte ZDF-Mann ist für seine klaren Analysen bekannt. Er gehört zu den Kommentatoren-Aushängeschildern des Senders. Der Journalist sitzt seit 2010 bei Großveranstaltungen wie Olympia sowie Fußball-EM und -WM am Mikro, ist bei den Fans beliebt für seine Einsätze als Kommentator bei den Spielen der Nationalmannschaft. Schon beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) in Mexiko-City war Schmidt als Kommentator im Einsatz, bekam hinterher gute Kritiken.In der 13. Minute griff er das Thema Zuschauer erneut in der nächtlichen Übertragung auf. „Das Stadion hat sich mittlerweile doch ein bisschen mehr gefüllt, nicht ganz so schlimm wie auf den ersten Blick gedacht“, berichtete Schmidt. „Allerdings: Gegenüber sehen Sie’s, beziehungsweise können Sie es erahnen in der Mitte – das sind wahrscheinlich die ganz wuchtigen Plätzchen –, die sind doch sehr leer. Und das ist einfach nicht schön! Auch wir haben in der Stadt Menschen getroffen, die gerne hingehen würden. Sich das aber wie schon in Mexiko-City nicht mehr erlauben können. Das verändert auch das Publikum in den Stadien.“ Lesen Sie auchDas Stadion fasst laut Fifa bei der WM 64.478 Zuschauer. Laut offizieller Zahl des Fußball-Weltverbandes waren beim Duell von Uruguay gegen Saudi-Arabien am Ende 62.764 Plätze belegt.Die Fifa peilt einen neuen Rekord an. Mit Einnahmen zwischen 12 und 13 Milliarden Dollar soll so viel Geld fließen wie nie zuvor. Einen wichtigen Beitrag dazu sollen die Ticketverkäufe leisten. Wie teuer die Karten inzwischen sind, zeigt ein Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press. Für Gruppenspiele starteten die Preise bei 140 Dollar (rund 121 Euro). Für das Finale am 19. Juli in New Jersey wurden Tickets der Kategorie 1 – die teuerste Kategorie für Plätze – zunächst ab 8680 Dollar angeboten. Im April stieg der Preis auf 10.990 Dollar, im Mai kletterte er sogar auf 32.970 Dollar.ns