PfadnavigationHomeRegionalesHamburgEnergiewendeHamburg verzeichnet einen Wärmepumpen-BoomStand: 09:11 UhrLesedauer: 2 MinutenWärmepumpen versorgen mittlerweile gut 9000 Hamburger HäuserQuelle: Daniel Reinhardt/dpa/dpa-tmnIn Hamburg verdoppelt sich die Zahl neu installierter Wärmepumpen binnen eines Jahres. Offenbar ist die Unsicherheit über Fördermaßnahmen vorbei.Der Ausbau der Wärmepumpen in Hamburg nimmt deutlich Fahrt auf. Wie aus einer Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, hat sich die Zahl neu installierter Anlagen in der Hansestadt binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. In den ersten fünf Monaten 2026 wurden demnach bereits 1214 Wärmepumpen bei den Hamburger Energienetzen angemeldet – nach 487 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt waren Ende Mai 9325 Anlagen registriert.Lesen Sie auchBereits seit 2024 zeigt die Kurve nach oben. „Im Jahr 2026 setzt sich diese Entwicklung dynamisiert fort“, heißt es in der Senatsantwort. Auch die Nachfrage nach Fördermitteln zieht an: Mehr als 600 Anträge wurden allein in diesem Jahr bewilligt, seit 2025 sagte die Stadt rund 14,6 Millionen Euro an Zuschüssen zu, wovon bislang knapp 3,6 Millionen ausgezahlt wurden.Die Grünen werten die Entwicklung als Beleg für den Fortschritt der Energiewende. Die Bürgerschaftsabgeordnete Rosa Domm sprach davon, dass die „Wärmewende in Hamburg weiter Fahrt aufnimmt“. Besonders in den äußeren Stadtteilen mit vielen Einfamilienhäusern ist die Technologie verbreitet, zunehmend seien aber auch Lösungen für Mehrfamilienhäuser verfügbar.Teil eines bundesweiten Aufschwungs Hamburg steht mit dieser Entwicklung nicht allein. Bundesweit hat sich der Wärmepumpenmarkt nach einem schwachen Jahr 2024 wieder deutlich erholt. Nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe wurden 2025 rund 299.000 Geräte verkauft – ein Anstieg um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erreichten Wärmepumpen erstmals annähernd die Hälfte aller neu installierten Wärmeerzeuger in Deutschland. Auch im laufenden Jahr setzt sich der Trend fort: Im ersten Quartal 2026 legte der Absatz um rund 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Gleichzeitig bleibt das Wachstum volatil. Noch 2024 war der Absatz um 46 Prozent eingebrochen – ausgelöst unter anderem durch Unsicherheiten über Förderbedingungen und gesetzliche Vorgaben. Treiber des Aufschwungs ist neben der gestiegenen Nachfrage vor allem die Förderung. Bundesweit können Hausbesitzer über Programme der KfW und des Bundes bis zu 70 Prozent der Investitionskosten erstattet bekommen. Diese Programme werden in Städten wie Hamburg durch eigene Zuschüsse ergänzt. Die Kombination aus Bundes- und Landesmitteln kann die effektiven Kosten erheblich reduzieren, was den Markthochlauf begünstigt.jlau