Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft ausDer Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck baut sein Rüstungsgeschäft aus und nimmt dafür einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in die Hand. Ziel sei es, bis 2028 einen Umsatz von einer Milliarde Euro im Geschäft mit Streitkräften weltweit zu erwirtschaften, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Montag mit. Dafür rief der Lkw-Bauer die Dachmarke „Daimler Truck Defence“ ins Leben. Neben Lkw der Marke Mercedes-Benz sollen auch andere Fahrzeuge aus dem Konzern für Rüstungszwecke eingesetzt werden.Geleitet werden soll das Rüstungsgeschäft mit rund 1000 Mitarbeitern von Dennis Kinzelmann. Dieser gab das Ziel aus, zu einem der führenden Anbieter militärischer Mobilität zu werden. Bislang war Daimler Truck im Rüstungsgeschäft nur mit der Marke Mercedes-Benz aktiv. Daneben gehören auch die US-Marken Freightliner und Western Star sowie die indische Marke BharatBenz zu dem Konzern.Daimler Truck arbeitet schon seit langem mit dem Militär zusammen. So hat das Unternehmen einen Auftrag der Bundeswehr über eine dreistellige Zahl von Logistikfahrzeugen erhalten. Dazu kommt eine Bestellung von mindestens 1500 Fahrzeugen aus Kanada zusammen mit General Dynamics Land Systems sowie ein Rahmenvertrag mit Arquus über 7000 Gelände-Lastwagen für die französische Armee. OHB kündigt Aktienplatzierung und Teilausstieg von KKR anDer Bremer Satelliten-Konzern OHB will sich eine halbe Milliarde Euro frisches Kapital für den erwarteten Raumfahrt-Boom besorgen und dem Großaktionär KKR den Teilausstieg ermöglichen. OHB kündigte am Montag eine Kapitalerhöhung um rund 500 Millionen Euro an, bei der die bisherigen Aktionäre Bezugsrechte für ihre Papiere erhalten sollen. „Die geplante Transaktion wird es uns ermöglichen, unser Wachstum gemeinsam mit bestehenden und neuen Investoren voranzutreiben, die Teil der strategischen Unabhängigkeit Europas im Weltraum sein möchten“, sagte Vorstandschef Marco Fuchs. Das Geld solle in den Ausbau der Produktion, in Investitionen in Trägerraketen und Anlagen sowie in mögliche Übernahmen fließen.Die Familie Fuchs als Hauptaktionär und der Finanzinvestor KKR wollten ihre Bezugsrechte aber nicht wahrnehmen, hieß es in der Mitteilung. Die ihnen zustehenden Aktien sollen stattdessen ebenso an der Börse platziert werden wie ein Teil des Aktienpakets von KKR. Die Familie werde auch danach die Mehrheit an OHB behalten, erklärte das Unternehmen.Die Familie Fuchs hält 65 Prozent der Anteile, nur sechs Prozent sind im Streubesitz, so dass der Aktienverkauf praktisch einem zweiten Börsengang ("Re-IPO") entspräche. KKR war erst vor zwei Jahren für 338 Millionen Euro bei OHB eingestiegen und hält 29 Prozent der Anteile. Zwischenzeitlich hat sich der Börsenwert von OHB auf 7,9 Milliarden Euro in etwa verzehnfacht. Der Investor wolle bei der Platzierung weniger als die Hälfte seiner Anteile verkaufen, hieß es in der Mitteilung. Weitere Anklage gegen Investor René BenkoDer österreichische Investor und Ex-Milliardär René Benko muss sich vor Gericht voraussichtlich einem weiteren Verfahren stellen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) erhob im Signa-Komplex Anklage beim Landesgericht Innsbruck wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft wirft Benko vor, im Zusammenhang mit einer Garantieerklärung gegenüber einem Investor eine Privatstiftung um fünf Millionen Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll der 49-Jährige, der seit 18 Monaten in Untersuchungshaft sitzt, bei seiner Insolvenz als Einzelunternehmer den Besitz eines Jagdgewehrs im Wert von 80.000 Euro verborgen haben. Damit seien die Interessen von Gläubigern geschädigt worden. Benko hat in seinen bisherigen Verfahren alle Vorwürfe bestritten.Der ehemalige Milliardär ist bereits in zwei ähnlichen Prozessen verurteilt worden. Die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 erhielt er eine zweijährige Haftstrafe. Im Dezember vergangenen Jahres wurde er abermals wegen Schädigung seiner Gläubiger verurteilt. Dafür gab es eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten sowie eine Geldstrafe. Im umfangreichen Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen. Bundesnetzagentur geht wegen Skandal-Spiels gegen Gaming-Plattform Steam vorDie Bundesnetzagentur hat wegen eines umstrittenen Videospiels Ermittlungen gegen die Gaming-Plattform Steam eingeleitet. Es stehe in Frage, ob der Anbieter im Einklang mit EU-Recht auf Beschwerden wegen möglicherweise rechtswidriger Inhalte reagiert habe, erklärte die Bonner Behörde am Freitag. Das fragliche Spiel heißt „Plantation Simulator“, dessen Kernbestandteil es war, die Produktivität einer Plantage durch Auspeitschen schwarzer Sklaven zu steigern. Während der Entwickler nach öffentlicher Kritik eine neue Version des Spiels veröffentlicht hat und es schließlich von der Plattform nahm, hat Steam „nicht erkennen lassen, ob es den Inhalt des Spiels geprüft“ hat, so die Bundesnetzagentur. Steam sei verpflichtet, ein „Verfahren zur Meldung möglicher rechtswidriger Inhalte bereitzustellen und diese Meldungen unverzüglich und sorgfältig zu prüfen“. Daher prüft die Behörde nun, ob Steam gegen den Digital Services Act (DSA) verstoßen hat. Roboter greifen BMW-Mitarbeitern unter die ArmeBMW hat im Werk Leipzig die nächste Testphase für humanoide Roboter gestartet. Unter realen Produktionsbedingungen kontrollieren die Roboter etwa Karosserien auf Fehler, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Autohersteller sehe darin einen weiteren Schritt zur Digitalisierung der Produktion. Erstmals kämen die menschenähnlichen Maschinen damit in Europa unter realen Produktionsbedingungen zum Einsatz. Die Roboter des Schweizer Unternehmens Hexagon sollen Beschäftigte vor allem bei monotonen, ergonomisch belastenden oder sicherheitskritischen Tätigkeiten unterstützen, heißt es in der Meldung. Ziel sei es, die Technologie für einen späteren breiteren Einsatz in der Produktion weiterzuentwickeln. Bas: 2030 wird es keinen Job in Deutschland ohne KI-Bezug mehr geben Künstliche Intelligenz (KI) wird sich laut Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas schnell durchsetzen in der Wirtschaft. „Bis 2030 gehen wir davon aus, dass in Deutschland kein Job mehr ohne KI-Bezug sein wird“, sagte die SPD-Co-Chefin am Freitag in Berlin beim Tag des Familienunternehmens. Deutschland habe dabei gute Voraussetzungen mit seiner Forschung und Entwicklung sowie einer starken industriellen Basis.KI sei eine große Chance, um zu mehr Produktivität und neuen Ideen zu kommen. Ziel müsse es jetzt sein, mehr KI in kleinere und mittelgroße Unternehmen zu bringen. Die Arbeitnehmer müssten sich auf Veränderungen einstellen. Dafür brauche es Weiterbildungen, mindestens eine pro Jahr.Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte bei derselben Veranstaltung, Deutschland brauche mehr Investitionen in neue Technologien. KI müsse kombiniert werden mit den vielen industriellen Daten, die in Deutschland verfügbar seien. Dieses Thema dürfe nicht verstolpert werden, sonst werde die Industrie international weiter zurückfallen. Deutsche SpaceX-Aktionäre stehen festAnleger, die bei der Deutschen Bank SpaceX-Aktien kaufen wollten, sollten in ihr Depot schauen. "Die Zuteilung ist erfolgt", sagte ein Sprecher der Bank auf Nachfrage der F.A.Z. Wie viele Aktien des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk bei den interessierten Kunden landen konnten, wollte die Deutsche Bank aber nicht mitteilen. Kunden von Trade Republic müssen sich derweil noch gedulden. Der Neobroker hat die Aktien noch nicht in die Depots eingestellt. Die Aktie von SpaceX wird heute an der Wall Street, die um 15.30 Uhr europäischer Zeit öffnet, erstmals gehandelt.KI-Kenntnisse schlagen Uni-DiplomKünstliche Intelligenz ist für eine wachsende Zahl von Unternehmen eine Alternative zu formaler Qualifikation und Berufserfahrung, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Knapp 20 Prozent der KI einsetzenden Firmen halten es demnach für leicht oder sehr leicht, Hochschulabsolventen durch weniger qualifizierte, aber KI-gestützte Mitarbeiter zu ersetzen. Das gehe aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervor. Rund 15 Prozent halten es überdies auch für möglich, erfahrene durch unerfahrene, KI-nutzende Mitarbeiter ohne große Schwierigkeiten ersetzen zu können. "KI verändert die Arbeitswelt und kann in manchen Bereichen auch formale Qualifikationen und Erfahrungen teilweise ersetzen", sagte Ifo-Forscherin Anna Ruffert.Am stärksten ausgeprägt ist dieser Trend im Handel. Dort gaben 28,6 Prozent der Unternehmen an, (Fach-)Hochschulabschlüsse leicht durch KI-gestützte Arbeitskräfte ersetzen zu können. Bei den Dienstleistern lag der Wert bei 19,7 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe bei 14,6 Prozent. Etwas schwerer tun sich die Firmen demnach damit, Berufserfahrung zu kompensieren. "Berufserfahrung ist für Unternehmen offenbar etwas schwerer durch KI zu kompensieren als formale Abschlüsse", sagte Ruffert laut Reuters.Die Mehrheit der Unternehmen teilt diese Einschätzung jedoch nicht. Mehr als die Hälfte (55,4 Prozent) der Betriebe, die KI nutzen, schätzt es als schwer oder gar nicht möglich ein, Hochschulabsolventen durch weniger qualifizierte, aber KI-unterstützte Mitarbeiter zu ersetzen. Beim Austausch eines erfahrenen durch einen unerfahrenen Mitarbeiter liegt dieser Anteil sogar bei 62,7 Prozent. Der Umfrage zufolge setzen bisher 54,5 Prozent der Unternehmen in Deutschland KI in ihren Geschäftsprozessen ein.Rekordgewinn mit Mahlzeiten hoch über den Wolken Investitionen der Luftfahrt in Kulinarik befeuern die Konjunktur des börsennotierte Wiener Cateringkonzerns DO&CO. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) den höchsten Gewinn seiner Unternehmensgeschichte bilanziert. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Überschuss im Jahresvergleich um 14,4 Prozent auf 105,77 Millionen Euro bei einem Umsatz von 2,26 Milliarden Euro. Operativ wurde eine Spanne von 8,6 Prozent nach 8 Prozent verdient.Wichtigster Umsatzquelle ist die Versorgung von Fluglinien, deren Erlös um 7,1 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro wuchs. Das Unternehmen profitierte hier unter anderem vom Ausbau der Premiumprodukte dieser Branche. Auch die Zahl der Beschäftigten wuchs um 7,8 Prozent auf durchschnittlich 16.450.Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich der Vorstand zuversichtlich, den Wachstumskurs fortzusetzen. Hybridsupermarkt übernimmt 36 Filialen von TegutDie Wettbewerbshüter haben grünes Licht für die Übernahme von 36 Tegut-Filialen durch die Ladenkette Tante Enso gegeben. Die Tante Enso-Gruppe mit Sitz in Bremen betreibt laut einer Pressemitteilung des Bundeskartellamts derzeit knapp 90 überwiegend kleinflächige Lebensmittelmärkte im ländlichen Raum. Die Standorte von Tante Enso werden demnach in einem hybriden Konzept geführt: Während eines Teils der Öffnungszeiten sind Mitarbeitende vor Ort, außerhalb dieser Zeiten können Kundinnen und Kunden die Märkte autonom als Smart Stores nutzen. Der Zugang erfolgt dabei über eine Kundenkarte, der Einkauf über Selbstbedienungskassen. Die Umsatzerlöse der Tante Enso-Gruppe beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 40 Millionen Euro. Dazu sagt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Tante Enso verfügt bislang über eine vergleichsweise geringe Marktstellung im Lebensmitteleinzelhandel und ist vor allem in ländlichen Regionen tätig. Weder die Größe des Vorhabens noch die Marktstellung der Erwerberin gaben Anlass zu wettbewerblichen Bedenken. Die Übernahme stärkt einen kleineren Wettbewerber in einem Markt, der von wenigen großen Unternehmensgruppen geprägt wird. Zugleich kann sie die Nahversorgung in den betroffenen Regionen sichern.“ Hintergrund der Transaktion ist die Entscheidung der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ), sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen und die Tegut-Gruppe vollständig zu veräußern. Laut der Pressemitteilung prüft das Bundeskartellamt zudem den Verkauf von Tegut-Filialen an den Edeka-Verbund und die Rewe-Gruppe. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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Cyber-Angriff auf die V-Bank +++ Weitere Anklage gegen Investor René BenkoSpaceX geht an die Börse +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.









