PfadnavigationHomeSportFußballWMArtikeltyp:LivetickerGruppe H„Eine der größten Sensationen der WM-Geschichte“ – Spanien blamiert sich gegen Kap VerdeStand: 20:03 UhrLesedauer: 2 MinutenHeld des Tages: Kap Verdes Torwart VozinhaQuelle: ROBERTO SCHMIDT/AFPSpanien gilt bei vielen Experten als größter Titelanwärter dieser WM. Doch davon ist im ersten Gruppenspiel nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil: Der Europameister blamiert sich beim 0:0 gegen die Inselrepublik Kap Verde bis auf die Knochen.Die Fußball-WM hat ihre erste riesige Überraschung. Der haushohe Favorit und Titelanwärter Spanien kam im ersten Spiel nicht über ein 0:0 gegen Kap Verde hinaus. Für die die afrikanische Inselrepublik war es das erste WM-Spiel überhaupt. ARD-Kommentator Tom Bartels nannte das Ergebnis in seiner Reportage „eine der größten Sensationen der WM-Geschichte“.Vor 67.640 Fans war der Europameister in Atlanta zwar überlegen, doch vor dem Tor fast komplett harmlos. Auch der lange verletzte und spät eingewechselte Jungstar Yamal traf nicht. Vor vier Jahren war Spanien noch mit einem 7:0 gegen Costa Rica in die WM gestartet.Trainer Luis de la Fuente hatte vor dem Spiel vor Kap Verde gewarnt und von einem Kampf gesprochen. Den bekamen seine Spieler, die sich schwertaten – harmlos und langsam agierten sie vor der Pause gegen die massiv verteidigenden Außenseite. So gab es ein Querpass-Festival, das selbst de la Fuente zu viel wurde. In der ersten Trinkpause, die in Atlanta bei geschlossenem Dach nur bedingt Sinn ergab, gestikulierte der 64-Jährige im Kreis seiner Spieler wild und fand deutliche Worte.Erste Chancen kurz vor der PauseZum Ende der ersten Halbzeit wurde es akut besser. Ferran Torres (39.) traf nach Pass von Marc Cucurella die Latte, den Abstauber von Mikel Oyarzabal hielt Vozinha stark. Der Torwart von Kap Verde war nun warm, vereitelte gleich noch die nächste Hochkaräter von Torres (45.) und Aymeric Laporte (45.+2). Spanien beherrschte das Mittelfeld, den Ball, bestimmte den Spielrhythmus – allein es fehlte offensiv der Mut, und oft auch eine gute Idee. Den Fans war das zunächst egal. Sie untermalten die Ereignislosigkeit auf dem Rasen mit einer La-Ola und feierten sich einfach selbst. Auch nach einer Stunde der spanischen Ratlosigkeit machte de la Fuente noch keine Anstalten zu wechseln.Lesen Sie auchImmer wieder wurde Cucurella auf der linken Seite mit hohen Bällen gesucht, doch das hatte Kap Verdes Abwehr irgendwann verstanden. Die Profis aus dem Land mit den zehn Inseln versuchten durchaus, gelegentliche Konter zu setzen. Doch letztlich fehlte einfach die Qualität gegen die spanische Abwehr.Als sich Yamal in der zweiten Trinkpause das spanische Trikot anzog, war die Erleichterung auf den Rängen fast schon greifbar. Der Wunderknabe sollte es regeln. De la Fuente wirkte deutlich ruhiger im Spielerkreis, während Yamal letzte Anweisungen vor der Einwechslung erhielt – und großer Jubel ausbrach. Selbst jeder Ballkontakt von Yamal wurde zunächst laut gefeiert. Zum Sieg der Spanier reichte es aber trotzdem nicht.mit dpa