Ausgerüstet mit ihren Dudelsäcken hat die schottische Tartan Army beim Baseball in Boston für Aufsehen gesorgt. Laut lokalen Medien machten rund 5000 singende und feiernde Fußballfans die Partie der Red Sox in der Major League Baseball (MLB) gegen die Texas Rangers am Sonntagabend (Ortszeit) zu einem denkwürdigen Heimspiel im Fenway Park.„Sie sind überall“, staunte Pitcher Ranger Suarez anschließend laut der Zeitung Boston Globe: „Ich mag die Atmosphäre. Es ist wie ein Fußballspiel.“ Nach dem 1:0-Auftaktsieg der Schotten gegen Haiti am vergangenen Samstag in Foxborough hatten die Fans allerbeste Laune. Im Vergleich zu den teuren WM-Tickets sind die Eintrittspreise beim Baseball (um die 50 Dollar/rund 43 Euro) zudem deutlich erschwinglicher.Und so marschierten die Anhänger, viele wie gewohnt in den traditionellen Kilts, zu Dudelsack-Klängen durch die Stadt in Richtung Fenway Park. Im Stadion stellten sie dann ihre Begeisterung für das Singen unter Beweis, als sie lauthals Klassiker wie „Take Me Home, Country Roads“ oder „Sweet Caroline“ schmetterten. Den Red Sox half das aber nicht, sie verloren mit 4:6. (sid) Der heutige WM-Tag im Überblick: alle Infos, Anstoßzeiten und TV-Sender.Nationaltrainer Didier Deschamps will Frankreichs Star Kylian Mbappé vor dem WM-Auftakt gegen Senegal möglichst viele Strapazen ersparen. „Mein oberstes Ziel ist es, die Spieler zu schützen“, sagte der 57-Jährige vor der Partie gegen die Westafrikaner am Dienstag (21.00 Uhr/MagentaTV) in East Rutherford. Statt Mbappé, den Kapitän der Franzosen, hatte er Routinier N'Golo Kanté mit zur Pressekonferenz genommen.Auch wegen der großen Hitze achte er darauf, seine Profis zu schützen, erklärte Deschamps. Das gelte natürlich auch für Kanté. Der 35-Jährige gehöre aber zu den Frühaufstehern im Team. „Wir haben zwei einstündige Fahrten vor uns“, sagte der Coach der „Équipe Tricolore“. Zudem gebe es bei dem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ja noch viele weitere Reisen. (dpa)Wegen der auffälligen Handhaltung des Video-Schiedsrichterassistenten Shaun Evans vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Curacao (7:1) am Sonntag fordert der Fußball-Weltverband FIFA offenbar eine Erklärung. Dies berichtete die BBC unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Quellen. Eine Stellungnahme der FIFA gab es zunächst nicht. Die iranischen Fußballer dürfen bei der WM in Amerika doch in den USA übernachten. Dies bestätigte der iranische Verband am Tag der Auftaktpartie gegen Neuseeland der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich war geplant, dass das Team erst am Spieltag in die USA reist und direkt nach dem Spiel wieder ins Teamquartier ins mexikanische Tijuana zurückreist. Doch die Mannschaft flog bereits am Vortag nach Inglewood, wo am Dienstag (3.00 Uhr) das erste WM-Spiel gegen Neuseeland steigt. Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt. „Natürlich betrifft uns das“, sagte Trainer Ghalenoei. „Ich möchte den guten Menschen in Mexiko danken. Aber wir Iraner sind es gewohnt, aus Schwierigkeiten Chancen zu machen, und wir denken an nichts anderes, als den Menschen Freude zu bereiten. (dpa)Vor dem ersten WM-Spiel in Miami zwischen Saudi-Arabien und Uruguay (0.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) hat der örtliche Wetterdienst eine Hitzewarnung herausgegeben. Die hohen Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit könnten zu „hitzebedingten Erkrankungen“ führen, wie es hieß.Die Einwohner von Miami als auch die WM-Fans sind angehalten, „viel Flüssigkeit“ zu trinken: „Halten Sie sich in klimatisierten Räumen auf, meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung“. Die Hitzewarnung gilt zunächst bis zum Anpfiff der Partie um 18.00 Uhr Ortszeit.Zudem bestehe die Gefahr für hitzebedingte Gewitter rund um das Spiel. In Miami werden noch die ganze Woche hohe Temperaturen erwartet. (sid)Ob der Jubel über die 5:1-Gala zum WM-Start gegen Tunesien zu heftig ausfiel? Auf jeden Fall war bei Schwedens Fußball-Nationaltrainer Graham Potter hinterher eine blutende Wunde am rechten Ohr zu erkennen. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, sagte der 51 Jahre alte Engländer dazu laut schwedischen Medien und ergänzte scherzhaft: „Jemand hat mich gekratzt. Oder gebissen. Ich muss mir die Videoaufnahmen ansehen.“Potter hatte schon vor dem ersten Spiel für Aufsehen gesorgt, als er bei einem Training in Dallas mit einem Cowboy-Hut erschien. „Da ist ein neuer Sheriff in der Stadt“, schrieb der schwedische Verband zu einem entsprechenden Video auf der Plattform X. Das hatte der Coach, der das Team erst im Oktober des Vorjahres übernommen hatte, im Falle einer WM-Qualifikation angekündigt. (dpa)Noch bevor die deutsche Mannschaft alle Wechseloptionen ausgeschöpft hatte, war Bundestrainer Julian Nagelsmann schon beim dritten Outfit angekommen. Während die Nationalmannschaft sieben Tore erzielte, schien der 38-Jährige am Spielfeldrand vor allem eines zu wechseln: seine Kleidung.Vor dem Anpfiff erschien Nagelsmann im schwarzen Adidas-Sportshirt mit Deutschland-Wappen zum TV-Interview. Zum Spielbeginn stand er dann im gestreiften Poloshirt und heller Hose an der Seitenlinie. Nach der Pause folgte Outfit Nummer drei: ein schlichtes schwarzes T-Shirt. Der Clou: Auf dem Rücken standen die Namen von Fans. Nach dem Abpfiff war der Bundestrainer dann wieder im Sportshirt vom Vorlauf zu sehen.Auf die scherzhafte Frage der ARD, ob er damit einen Rekord für die meisten Shirtwechsel des Abends aufgestellt habe, winkte Nagelsmann ab. „Tatsächlich nur einmal“, sagte er. Das schwarze Sportshirt habe er bereits vor dem Spiel getragen. Der Wechsel in der Halbzeit sei schlicht der Hitze geschuldet gewesen. Das Fan-Shirt habe er zudem bewusst angezogen: „Die Fans haben tolle Stimmung gemacht. Ich wollte das mit dem einen oder anderen Namen auf dem Shirt noch mal belohnen.“ (dpa)Schnelles Aus nach derber Pleite? Nur einen Tag nach dem 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden steht Tunesiens Nationaltrainer vor dem Rauswurf. Nach dpa-Informationen war das erste Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft wohl schon das letzte für Sabri Lamouchi. Die Entscheidung soll auf einer Dringlichkeitssitzung der Verbandsspitze getroffen worden sein. Nachfolger soll demnach Mondher Kbaier werden, der bereits in Mexiko weilt.Das Team um die Bundesliga-Profis Rani Khedira (1. FC Union) und Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) war gegen Schweden weitgehend chancenlos geblieben. Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg die Tore für die Skandinavier. Omar Rekik traf für Tunesien (43.).Die herbe Niederlage war offenkundig zu viel für den 54 Jahre alten Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg (1:0 gegen Haiti) gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien.In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien am 21. Juni gegen Japan und am 26. Juni gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck. Der als Nachfolger gehandelte 56-jährige Kbaier war bereits von 2019 bis 2022 tunesischer Auswahltrainer. (dpa)Leroy Sané kam nur kurz, aber ganz entspannt zum Interview. Nicht mal eine Minute dauerte sein Statement nach dem deutschen 7:1 zum WM-Auftakt gegen Curacao, aber Sané brachte rüber, was er loswerden wollte: Er war trotz unglücklicher Szenen zufrieden.13 Turnierspiele hat der Flügelstürmer von Galatasaray Istanbul nun im Nationaltrikot absolviert, ein Treffer ist ihm noch nicht gelungen – obwohl er am Sonntag wieder zwei beste Gelegenheiten dazu hatte. Er mache sich aber keinen Torstress, sagte er anschließend: „Wir haben viele Tore geschossen, darum ging es. Für mich geht es an erster Stelle darum, dass wir gewinnen.“ Sein Tor werde „hoffentlich bald“ kommen.Julian Nagelsmann könnte Sané gegen die Elfenbeinküste positionsgetreu durch Maximilian Beier oder Jamie Leweling ersetzen, er könnte auch Kai Havertz nach außen rotieren, aber das ist alles unwahrscheinlich. „Er hat sehr viel investiert, er war fleißig“, lobte der Bundestrainer. „Er war viel dabei, offensiv wie defensiv.“ (sid)Der WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat der ARD eine sehr gute Quote beschert. Den 7:1-Sieg der DFB-Elf über WM-Neuling Curacao sahen am Sonntagabend durchschnittlich 23,43 Millionen Menschen bei dem öffentlich-rechtlichen Sender, der entsprechende Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 70,2 Prozent. Livestreams und die Anteile von MagentaTV, wo das Spiel ebenfalls zu sehen war, sind hierbei nicht berücksichtigt.Damit verfolgten mehr als doppelt so viele Menschen den WM-Auftakt wie noch beim Turnier 2022 in Qatar. Vor vier Jahren hatten lediglich 9,23 Millionen Fans zur 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan (mittwochs, 14 Uhr/ARD) eingeschaltet. Den WM-Auftakt 2018 in Russland, damals 0:1 gegen Mexiko, hatten 25,97 Millionen Menschen verfolgt (sonntags, 19 Uhr/ZDF), das 5:1 über Schottland zum Start in die Heim-EM 2024 sahen 22,49 Millionen Menschen (freitags, 21 Uhr/ZDF).Die Quote sei „ein großartiger Start für die ARD in diese Fußball-WM“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky dem SID: „Dies zeigt: Sportübertragungen – insbesondere Fußball-Live-Übertragungen – sind nach wie vor ein Erfolgsgarant und versammeln ein Millionenpublikum egal welchen Alters vor den Bildschirmen, wie es keine andere TV-Übertragung schafft.“ Auch in der jüngeren Altersgruppe (14 bis 49 Jahre) konnte sich die ARD über einen Topwert freuen, hier lag der Marktanteil gar bei 81,5 Prozent. (sid)Bundesliga-Shootingstar Yan Diomande hat sich unbeeindruckt vom deutschen Torfestival zum WM-Auftakt gezeigt – und mutig auf das bevorstehende Duell vorausgeblickt. „Wir sind nicht nur hier, um teilzunehmen. Wir wollen Geschichte schreiben“, sagte der Angreifer der Elfenbeinküste nach dem Last-Minute-Erfolg dank eines Jokertreffers von Amad Diallo (90.) gegen Ecuador (1:0).„Wir sind mit der Mentalität gekommen, alles zu gewinnen“, betonte der Leipziger Diomande, der mit seinen Tempodribblings immer wieder für Gefahr gesorgt hatte. Deutschland sei zwar „eines der größten Teams der Welt“, das Wichtigste sei nun aber, „ruhig und entspannt“ zu bleiben. Die Ivorer werden am Samstag (22.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in Toronto zum ersten Härtetest für das DFB-Team, dem das Weiterkommen in Gruppe E nach dem furiosen 7:1 gegen Curacao kaum noch zu nehmen ist. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann muss sich gegen die Ivorer und Ecuador aber vor allem auf deutlich mehr Körperlichkeit einstellen.Deutschland habe viel Erfahrung bei Weltmeisterschaften, sagte Emerse Faé, Nationaltrainer der Elfenbeinküste, der vor der Angriffsstärke des deutschen Teams warnte: Ein 7:1 bei einer WM sei „nicht nichts“, sein Team werde versuchen, „die deutsche Mauer einzureißen“. (sid)Mehr ladenTickarooLive Blog Software