PfadnavigationHomeSportFußballInternationale LigenSpanienFußballprofi wegen Vergewaltigung zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteiltStand: 17:21 UhrLesedauer: 2 MinutenRafa Mir ist verurteilt wordenQuelle: ANDER GILLENEA/AFPHaftstrafe für Rafa Mir: Ein Gericht in Spanien verurteilt den Fußballprofi vom FC Valencia wegen sexueller Aggression zu achteinhalb Jahren Gefängnis. Er beteuert seine Unschuld.Der spanische Fußball-Profi Rafa Mir ist wegen des Vorwurfs der sexuellen Aggression gegen eine junge Frau zu achteinhalb Jahren Gefängnis und Schadenersatz in Höhe von 64.000 Euro verurteilt worden. Der 28 Jahre alte Stürmer vom FC Valencia hatte schon im September 2024 zwei Nächte hinter Gittern verbringen müssen, nachdem ihn eine 23-Jährige angezeigt hatte. Damals kam er unter Auflagen auf freien Fuß. Mir beteuert seine Unschuld. Die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich erfolgt, betonten er und sein Anwalt. Ob er Rechtsmittel gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil einlegen würde, war zunächst unbekannt. Der in demselben Strafverfahren angeklagte Fußballer Pablo Jara wurde ebenfalls wegen sexueller Aggression gegen eine zweite Frau zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die 23-Jährige hatte bei der Anzeige angegeben und im Prozess wiederholt, sie sei am 1. September 2024 in der Villa Mirs in Valencia von dem Sportler vergewaltigt worden. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass die 23-Jährige angab, sie habe sich unter Tränen gegen Mir gewehrt. Jara wurde vorgeworfen, eine Freundin der 23-Jährigen bedrängt und schließlich halb nackt aus der Villa geworfen zu haben.Mir schoss drei Tore bei OlympiaMir steht eigentlich beim FC Sevilla unter Vertrag, wurde aber für eine Spielzeit an den FC Elche verliehen. Er nahm mit der spanischen Auswahl 2021 an den Olympischen Spielen in Tokio teil. Spanien kam damals ins Endspiel, musste sich aber nach einem 1:2 gegen Brasilien nach Verlängerung mit der Silbermedaille zufriedengeben. Mir erzielte damals in sechs Begegnungen drei Tore.Lesen Sie auchSpanien verschärfte 2022 sein Sexualstrafrecht grundlegend: Vergewaltigung gilt seither als besonders schwere Form der „sexuellen Aggression“. Entscheidend ist, ob eine sexuelle Handlung ohne ausdrückliche Zustimmung erfolgte. Die als „Nur Ja heißt Ja“-Gesetz bekannte Reform rückte das Einverständnis des Opfers ins Zentrum der Strafverfolgung.dpa/SUF