Cohere ist ein Name, den Sie kennen sollten. Denn in der KI-Branche ist das Unternehmen das, was Mittelfeld-Ass Felix Nmecha (25) für das DFB-Team ist: ein künftiger Unterschiedsspieler. Cohere selbst sieht sich als deutsch-kanadisches Unternehmen, das technologische Unabhängigkeit von den USA verspricht.

Aidan Gomez (28), Cohere-Chef, hat bereits die beiden deutschen KI-Firmen Aleph Alpha und Reliant AI übernommen – im Schulterschluss und mit viel Geld der deutschen Schwarz Gruppe (Lidl, Kaufland, Schwarz Digits). Und Gomez, der „deutsches Kapital bevorzugen “ will, nimmt gemeinsam mit Handelsmilliardär Dieter Schwarz (86) weitere Übernahmekandidaten in den Blick: Im Gespräch mit meiner Kollegin Mirjam Hecking spricht er von einem möglichen deutsch-kanadischen Champion, einem nahenden Börsengang sowie von ersehnter digitaler Souveränität in Europa. Ein KI-Champ mit Schwarzgeld aus Heilbronn.

Auf Firmensuche: Der in Kanada geborene Cohere-CEO Aidan Gomez setzt vor allem auf deutsches Kapital

Die Wirtschaftsnews des Tages:Digitale Souveränität ist (mal wieder) Tagesthema in Brüssel. Die EU-Kommission ist wenig erfreut, dass die US-Regierung ausländischen Nutzern den Zugang zu den KI-Power-Tools „Mythos 5“ und „Fable 5“ gekappt hat. Nun wird „sorgfältig geprüft“. Was auch sonst.Die USA und Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt, das am Freitag unterzeichnet werden soll. Die Börsen legen kräftig zu, der Ölpreis knickt ein. Werden auch die Benzinpreise in Kürze deutlich fallen? Pustekuchen, sagen Vertreter der Ölindustrie – und verweisen auf die Golfregion.Der Hype um SpaceX hat börsennotierte Raumfahrtkonzerne kräftig gepusht, die Aktien des Bremer Satellitenkonzerns OHB stiegen im Mai auf ein Rekordhoch. Jetzt plant OHB eine Kapitalerhöhung und Großaktionär KKR macht durch einen Teilausstieg Kasse: Die Aktie von OHB gibt nach.