Wir kennen es aus Dax-Unternehmen wie VW oder der Porsche Holding: Eine Aktie gleich eine Stimme gilt auch dort nicht. Die Stammaktionäre entscheiden. Deren Aktien sind aber nicht im Dax notiert. Elon Musk hebt dies nun in eine neue Liga. Alle Macht bei SpaceX versammelt sich bei ihm. Dafür sorgt eine eigene Aktiengattung, die für die Allgemeinheit nicht zugänglich ist, ihm aber die überragende Mehrheit der Stimmrechte sichert.Die Konstellation ist allen Beteiligten schon vor dem Börsengang klar. Die SpaceX-Aktien findet dennoch eine derart hohe Nachfrage, dass der Börsenwert des Unternehmens aus dem Stand auf mehr als zwei Billionen Dollar kommt. Dafür brauchten andere Konzerne viele Jahre an der Börse oder schaffen es, wie 99,9 Prozent der Unternehmen, nie.Musk kann alle Entscheidungen mit sich alleine ausmachenSpaceX gelingt es, weil offenbar ein extrem großes Vertrauen in die Person besteht, um die sich bei SpaceX alles dreht. Elon Musk ist Gründer, Visionär, Antreiber und eben bestimmender Aktionär. Während normalerweise Aktionäre als Miteigentümer eines Unternehmens auf der Hauptversammlung Vorstände und Aufsichtsräte wählen, entlasten oder ihnen in kritischen Fällen die Entlastung verweigern, kann Musk dies alles mit sich allein ausmachen.Eigentlich mögen Börsianer solche Klumpenrisiken nicht. Doch der Fall Musk ist speziell. Sein Reichtum macht alle Banker gefügig. Sie trommelten in einem Gleichklang für die SpaceX-Aktie wie nie zuvor für einen Einzelwert. Und sich gegen einen Herdentrieb an der Börse zu stellen, war schon immer sehr mutig und meistens ein teurer Fehler.
SpaceX: Alle für einen
Elon Musk wird immer mächtiger. Sein Reichtum umgarnt alle Banker. Sich gegen solch einen Herdentrieb zu stellen, ist an der Börse meist ein teurer Fehler.











