Sachsens Halbleiterbranche trifft sich auf dem Höhepunkt einer Investitionswelle. Zum Auftakt der 20. Silicon Saxony Days – erstmals dreitägig, am Flughafen Dresden – zeigte der Branchenverband Silicon Saxony am Montag die Zahlen: Mehr als 16 Milliarden Euro fließen derzeit in die Dresdner Fabriken von Infineon, GlobalFoundries und der TSMC-Tochter ESMC. Beim Pressegespräch ging es jedoch vor allem um die nächste Stufe – und um eine Lücke, die Sachsen schließen will: Die Region möchte Chips künftig nicht nur fertigen, sondern auch entwerfen.

Der Aufschwung in Zahlen

Das Ökosystem aus Halbleiter- und Softwarefirmen sei binnen eines Jahres um rund 1.500 Beschäftigte gewachsen – entgegen dem Trend in Sachsen und Deutschland, sagte Verbandsgeschäftsführer Frank Bösenberg. Das Personal der neuen Fabrik ESMC, am Ende rund 2.000 Stellen, ist darin noch nicht enthalten; Infineon eröffnet sein Werk am 2. Juli. Auch das Treffen wächst: 2.040 Fachleute haben sich angemeldet, nach rund 1.300 im Vorjahr, dazu kommen 15 internationale Delegationen mit Partnerland Taiwan. Dass Sachsen seit den 1960er-Jahren Chips fertigt, ist dabei kein neuer Befund – die Tradition reicht über das Ende der DDR hinaus.