PfadnavigationHomePanoramaVergewaltigungsprozess OsloGericht verurteilt Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft – Seine Verteidiger legen Berufung einStand: 15.06.2026Lesedauer: 3 MinutenMarius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, ist wegen zweier Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil belastet die Königsfamilie zusätzlich, da Mette-Marit derzeit auf eine Spenderlunge wartet. WELT-Reporterin Greta Wagener berichtet.Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, muss ins Gefängnis. Der 29-Jährige wurde wegen Vergewaltigung verurteilt. Von zwei zusätzlichen Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen.Marius Borg Høiby will laut norwegischen Medien Berufung gegen das am Montag gegen ihn ergangene Urteil einlegen. Ein Gericht in Oslo hatte ihn für insgesamt 34 Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt. Nicht akzeptieren wolle sein Mandant die Verurteilung wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen des Missbrauchs in seiner Beziehung zu einer Ex-Freundin, sagte Verteidiger Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB zufolge.Insgesamt war Høiby in 40 Punkten angeklagt worden. Die schwersten Vorwürfe waren vier Fälle von Vergewaltigung nach norwegischem Recht. Der 29-Jährige wurde schließlich in zwei Fällen der Vergewaltigung für schuldig befunden, in zwei Fällen freigesprochen. Vier Frauen muss der Norweger eine Entschädigung zahlen, darunter zwei Ex-Freundinnen.Høiby verfolgte das Urteil aus gesundheitlichen Gründen nicht im Gerichtssaal mit, sondern über eine Videoschalte aus dem Gefängnis. Høiby ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Kronprinz Haakon und gehört formell nicht dem Königshaus an. Er kann gegen das Urteil Berufung einlegen.Lesen Sie auchWährend er die Vergewaltigungsvorwürfe bestritt, hat der Norweger andere Taten zugegeben. Dazu zählen Körperverletzungen, Drohungen, Verstöße gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, die norwegische Medien nach dem Osloer Stadtteil Frogner „Frogner-Frau“ nennen, verschiedene Verkehrsdelikte sowie den Transport von 3,5 Kilo Marihuana.Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert, Høibys Verteidiger verlangte dagegen Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung.Høiby kritisierte, er sei „Hassobjekt von ganz Norwegen“ Die vorgeworfenen Vergewaltigungen von vier Frauen, während diese schliefen, hatte Høiby bestritten. Während er mit den Frauen zusammen war, hatte er diese gefilmt und fotografiert. Foto- und Videoaufnahmen auf den Handys des Norwegers hatten in der Beweisführung der Staatsanwaltschaft eine wichtige Rolle gespielt. Die Verteidigung hatte während des Prozesses Zweifel an der Glaubwürdigkeit von einem der mutmaßlichen Opfer gesät.Lesen Sie auchUnter Tränen hatte Høiby in dem Prozess die Medien angeklagt, von denen er seit frühester Kindheit verfolgt worden sei. Sich selbst hatte er als „Monster“ in der öffentlichen Wahrnehmung und „Hassobjekt von ganz Norwegen“ bezeichnet. Høiby war noch ein Kleinkind, als seine Mutter Mette-Marit den norwegischen Kronprinzen kennenlernte. Im August 2024 nahm die Polizei ihn zum ersten Mal fest. In der Wohnung seiner damaligen Freundin hatte er randaliert, gab später zu, der Frau gegenüber gewalttätig geworden zu sein. Im Laufe der Ermittlungen kamen immer mehr Vorwürfe ans Licht. Kurz vor dem Prozess nahm die Polizei Høiby erneut fest – er hatte gegen ein Kontaktverbot seiner Ex-Freundin gegenüber verstoßen. Seitdem sitzt der 29-Jährige in Untersuchungshaft.Lesen Sie auchMehrfach versuchte Mette-Marits Sohn während des Prozesses und danach, aus der U‑Haft freizukommen – notfalls mit elektronischer Fußfessel. Auch kurz vor der Urteilsverkündung hatte er noch einmal einen Versuch gestartet, diesmal mit Verweis auf den Gesundheitszustand seiner Mutter. Die Kronprinzessin leidet an einer unheilbaren, chronischen Lungenkrankheit und braucht nach Angaben des norwegischen Hofs dringend eine neue Lunge. Ihr Zustand hatte sich in den vergangenen Monaten demnach dramatisch verschlechtert. Høiby hatte es als unerträglich bezeichnet, nicht bei seiner Mutter sein zu können. Sein Antrag wurde jedoch in zweiter Instanz abgelehnt.rct/ll/krott mit dpa/AFP
Marius Borg Høiby: Gericht verurteilt Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit zu vier Jahren Haft - WELT
Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, muss ins Gefängnis. Der 29-Jährige wurde wegen Vergewaltigung verurteilt. Von zwei zusätzlichen Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen.












