Das Amtsgericht in Oslo hat das Urteil gegen Marius Borg Høiby, 29, gefällt. Demnach muss der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, 52, für vier Jahre in Haft. Das berichteten die Zeitungen »Verdens Gang« und »Aftenposten« übereinstimmend.Verurteilt wurde der 29-Jährige wegen zweifacher Vergewaltigung und Körperverletzung. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Vier Frauen muss der Norweger eine Entschädigung zahlen, darunter zwei Ex-Freundinnen.
Insgesamt gab es 40 Anklagepunkte. Høiby erschien aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst im Saal, er war nur per Video zugeschaltet.Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert, Høibys Verteidiger hatte auf Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung plädiert. Høiby ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Kronprinz Haakon und gehört formell nicht dem Königshaus an.
Eine lange Liste von VorwürfenMehrere der Taten wie Körperverletzung, Vandalismus, Verkehrsdelikte sowie den Transport von 3,5 Kilo Marihuana hatte der 29-Jährige eingeräumt. Auch gab er zu, gegen ein Kontaktverbot zu einer Ex-Freundin verstoßen zu haben.Dass er vier Frauen vergewaltigte, während diese schliefen, bestritt der Angeklagte. Während er mit den Frauen zusammen war, hatte Høiby diese gefilmt und fotografiert. Foto- und Videoaufnahmen auf den Handys des Norwegers hatten in der Beweisführung der Staatsanwaltschaft eine wichtige Rolle gespielt. Die Verteidigung hatte während des Prozesses Zweifel an der Glaubwürdigkeit von einem der mutmaßlichen Opfer gesät.










