PfadnavigationHomeSportFußballWMWM 2026Japanische Fans räumen ihren Müll aus dem Stadion – und ein NFL-Star hilft mitStand: 16.06.2026Lesedauer: 2 MinutenIm Spiel gegen die Niederlande haben die Japaner einen besonderen Weg gefunden, um ihrer Mannschaft auf dem Platz die restliche Spielzeit mitzuteilen.Nach der Freude über das späte Ausgleichstor ihrer Mannschaft im Gruppenspiel gegen die Niederlande räumen japanische Fans ihren Müll aus der Arena. Ein Football-Star unterstützt sie dabei. Die Aktion hat eine lange Tradition.In Japan gibt es ein Sprichwort, das im übertragenen Sinne so übersetzt werden kann: „Verlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast.“ Und daran haben sich japanische Fans beim WM-Spiel gegen die Niederlande (2:2) im Dallas-Stadion gehalten. Nach dem Schlusspfiff räumten viele Anhänger der Samurai Blue ihren Müll in Plastiktüten ein und überließen dies nicht dem Reinigungs-Personal. Sogar ein NFL-Star half mit. Jameis Winston, Quarterback der New York Giants, schnappte sich ebenfalls blaue Tüten und sammelte Müll ein, wie ein unter anderem von ihm und der NFL in den sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigt. Dabei trug er ein Japan-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 4 hinten drauf. In der Hand hielt Winston ein Fox-Mikrofon – er ist für den Sender während der Fußball-WM als Experte im Einsatz. Aufräumarbeiten haben TraditionSchon bei Japans WM-Premiere 1998 in Frankreich und bei allen Turnier-Teilnahmen danach war es zu solchen Szenen gekommen. Diese Verhaltensweise würden Japaner schon in der Schulzeit lernen, sagte Politik- und Geschichtsprofessor Koichi Nakano der Nachrichtenagentur AP.„Japanische Sportfans, die bei internationalen Veranstaltungen das Stadion sauber halten, verhalten sich im Grunde genauso wie damals, als sie als Schulkinder die Freude am Sport entdeckten“, so Nakano.Bevor die blauen Plastiksäcke für ihren eigentlichen Verwendungszweck zum Einsatz kamen, hatten die Japan-Fans sie beim Jubel über den späten Ausgleichstreffer durch Daichi Kamada (89. Minute) hin und her geschwenkt.jb/dpa