PfadnavigationHomePolitikAuslandIran-EinigungMerz gratuliert zu „Durchbruch“ – Deutschland will Wiederöffnung der Straße von Hormus unterstützenStand: 01:58 UhrLesedauer: 3 MinutenBundeskanzler Friedrich Merz (CDU)Quelle: Michael Kappeler/dpaBundeskanzler Friedrich Merz äußert sich zur Einigung zwischen den USA und dem Iran. Er gratuliert, fordert aber auch eine „zielstrebige Umsetzung“. Gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien und Italien kündigt er Unterstützung an.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung zwischen den USA und dem Iran begrüßt und eine „zielstrebige“ Umsetzung des Abkommens gefordert. Merz gratulierte US-Präsident Donald Trump und der iranischen Seite zu „diesem diplomatischen Durchbruch“. Und weiter: „Nun gilt es, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen.“ Die für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus müsse „dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt geöffnet werden“, betonte Merz. Zudem müssten weitere Verhandlungen „in den nächsten Wochen sicherstellen, dass Iran sein militärisches Nuklearprogramm nachprüfbar beendet“. Es dürfe zudem „keine weiteren Angriffe gegen Israel und andere Nachbarn in der Region geben“.Das Abkommen könne den Weg zu einer Erholung der Weltwirtschaft und einer Stabilisierung der Region anbahnen, erklärte Merz. Die Bundesregierung unterstütze und befördere dafür weiter alle entsprechenden diplomatischen Anstrengungen.Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran in der Nacht zu Montag auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges geeinigt. Laut Trump werde die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt aufgehoben. Die Einigung umfasse eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon, erklärte Pakistans Premierminister Shebaz Sharif.Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien zeigten sich infolge der Einigung „entschlossen“, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Das umfasse auch „eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen“, erklärten Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme. Lesen Sie auch„Die dringliche Wiederöffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Freiheit der Schifffahrt ist unerlässlich“, hieß es darin. Die vier Staaten seien „entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, im Einklang mit unseren jeweiligen verfassungsrechtlichen Bestimmungen“. Lesen Sie auchDer Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen, bekräftigten die Staats- und Regierungschefs. Sie mahnten daher auch, es sei entscheidend, nach dem neuen Rahmenabkommen mit Teheran „die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschließen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen“. Die vier Staaten stellten in Aussicht, später „entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt“.Macron kündigt Gespräche bei G7-Gipfel anMacron kündigte für den G7-Gipfel im französischen Evian ab Montag Gespräche über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus an. „Ziel wird es sein, die Folgen dieses Abkommens zu beleuchten, die Unterstützung für den Libanon, die dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und selbstverständlich den Abschluss eines Abkommens über das Atom- und das Raketenprogramm im Iran“, sagte Macron in einer im Onlinedienst Instagram veröffentlichten Videobotschaft.Die Staats- und Regierungschefs der sieben G7-Mitgliedstaaten starten am Montag in Evian ein dreitägiges Gipfeltreffen. Die Folgen der Einigung im Iran-Krieg sollen Macron zufolge auch am Dienstag in Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zur Sprache kommen. „Wir werden uns auch die Wege und Mittel ansehen, die Energierouten aus der Region zu diversifizieren, um aus unserer Abhängigkeit herauszukommen“, sagte der französische Präsident.dpa/rtr/AFP/luwi
Einigung zwischen Iran und USA: Merz gratuliert zu „diplomatischem Durchbruch“ - WELT
Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich zur Einigung zwischen den USA und dem Iran. Er gratuliert, fordert aber auch eine „zielstrebige Umsetzung“. Gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien und Italien kündigt er Unterstützung an.











