Zum exklusiven Paar gibt es Alternativen. Eine davon heißt Polyamorie. In Berlin tauschen sich Menschen bei einem monatlichen Treffen dazu aus.
Ein Dutzend Personen sitzt im Kreis, einige hocken auf Sofas, andere auf Stühlen. Die Möbel im Vintage-Look sind mit Stoffen in matten Farbtönen bezogen. Von den Lampen geht ein warmes Licht aus. Die Atmosphäre erinnert an ein Wohnzimmer, fast privat. Susa Boden moderiert den Poly-Treff und steht gerade noch hinter dem Bartresen.
Lametta in Gold erschwert Außenstehenden die Sicht auf das, was sich im Inneren des verglasten „Lovelite“ abspielt. Damit bleiben die Themen, die hier besprochen werden, in einem geschützteren Rahmen. Das „Lovelite“ ist ein Veranstaltungsraum in Friedrichshain. Jeden dritten Montag im Monat findet hier der Poly-Treff von 19 bis 22.30 Uhr statt.
Der Begriff Polyamorie ist ein Kunstwort aus dem griechischen poly (viel) und dem lateinischen amor (Liebe). Geprägt wurde er in den USA der 1980er. Polyamorie meint ein Konzept, bei dem Beziehungen mit mehreren Personen gleichzeitig geführt werden oder eine Bereitschaft dafür besteht. Entscheidend ist, dass alle daran Beteiligten damit einverstanden sind. Die Polyamorie strebt dabei intime und nahe Bindungen an, die emotional tief greifen.












