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Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 24/2026.
Es geschieht, wie so vieles, inzwischen komplett wortlos.
Um circa 22 Uhr, dann also, wenn die Kinder fest genug schlafen, die Küche einigermaßen aufgeräumt, der Schutt des Alltags aus herumfliegenden Schulranzen, Brotdosen und Einkäufen grob beseitigt ist, verschwinden, sang- und klanglos, auch diejenigen, die all das gemeinsam tragen: die Eltern, das Paar.
Der eine, routiniert und zielstrebig, steuert das Sofa an, um dort schnellstmöglich Fernseher, Streamingdienst, Gescrolle zu starten. Während die andere, weggestöpselt mit Kopfhörern, der Blick abwesend, sich in eine möglichst weit entfernte Nische der gemeinsamen Wohnung verzieht, um ihren Lieblingspodcast zu hören. Ein Zustand, der bis zum Einschlafen höchstens noch dann für Paaraktivität unterbrochen wird, wenn man sich später im dunklen Flur über den Weg läuft, ein dahingemurmeltes »Gute-Nacht-Schlaf-Schön« und einen flüchtigen Wangenkuss austauscht. Bevor sich im gemeinsamen Bett beide schnell umdrehen. Oder, noch besser, gleich in getrennten Schlafzimmern, weil dies nun mal der bewährteste Weg ist, um halbwegs erholt durch die Nacht kommen.









