Am Coogee Beach helfen derzeit Drohnen, nach Haien Ausschau zu halten. An dem australischen Strand war der Einsatz kommerzieller Drohnen bisher eingeschränkt, weil er in der Anflugschneise des Flughafens Sydney Kingsford Smith liegt. Nach einem Haiangriff wurde das Verbot nun vorübergehend aufgehoben.

Künftig könnte die Drohnenüberwachung auch dort die Regel sein, hieß es auf einer Pressekonferenz. Zudem schließt die Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales gezielte Tötungen von Haien derzeit nicht aus.Am Samstag war eine Frau, die zwischen den Flaggen in Ufernähe schwamm, von einem mehrere Meter langen Hai gebissen worden. Die Frau befinde sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand im St.-Vincent’s-Krankenhaus, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Sie habe schwere Verletzungen am linken Unterschenkel und an den Armen erlitten.

Coogee Beach und andere Strände im Zuständigkeitsbereich des Stadtrats von Randwick wurden nach dem Angriff für 24 Stunden geschlossen. Unter Notfallregelungen eingesetzte Drohnen kreisten über dem Gebiet, um nach Haien zu suchen. »Es war ein wirklich harter Sommer mit Haiaktivität und Haiangriffen in Sydney, und die Regierung von New South Wales nimmt das sehr, sehr ernst«, sagte Tara Moriarty, Agrarministerin des Bundesstaates laut Reuters. Man werde neue Maßnahmen prüfen, um Schwimmer besser vor Haiangriffen zu schützen, darunter den Einsatz von Drohnen und anderer Technik.