PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaftKurioser Sicherheitscheck auf dem Rollfeld – Neuer bereit zum AbhebenStand: 02:02 UhrLesedauer: 3 MinutenGigantische Stadien und modernste Infrastruktur: Die Fußball-WM 2026 setzt neue Maßstäbe. Im Fokus stehen die riesigen NFL-Arenen in den USA, die für das Turnier aufwendig umgebaut wurden. Besonders die Spielflächen sorgen für Diskussionen.Gegen Curacao startet die Nationalmannschaft ins WM-Turnier. Im Tor steht erstmals nach zwei Jahren wieder Manuel Neuer. Der 40-Jährige ist fit. Vor dem Abflug zum Spiel erlebt das Team eine außergewöhnliche Sicherheitskontrolle.Kurz nach 14 Uhr Ortszeit war es, als am Samstag zwei Busse auf den Smith Reynolds Airport in Winston-Salem rollten. Doch bevor es für die Spieler, Trainer und Betreuer der Nationalmannschaft nach Houston ging, wo am Sonntag das WM-Vorrundenspiel gegen Curacao (19 Uhr MEZ, ARD und MagentaTV sowie im Liveticker von WELT) stattfindet, gab es den obligatorischen Sicherheitscheck.Der allerdings fand nicht im Gebäude des kleinen Flughafens statt, sondern auf dem Rollfeld: Der Reihe nach mussten alle Reisenden ihren Pass zeigen, ihre Koffer bzw. Taschen öffnen und sich einem Sicherheitscheck unterziehen. Für den Turnierauftakt gegen Curacao – 150.000 Einwohner und damit kleinster Teilnehmer in der WM-Geschichte – ist die deutsche Mannschaft bereit. Die Spieler sind fit, inklusive Manuel Neuer. Der Torhüter hatte aufgrund seiner Wadenverletzung in den Tests gegen Finnland (4:0) und gegen die USA (2:1) noch gefehlt. Seit der Ankunft im WM-Quartier in Winston-Salem hat der 124-malige Nationaltorhüter jede Einheit bestritten. Gegen Curacao wird er zum Einsatz kommen. „Alle Spieler sind gesund, Manu wird beginnen. Alle fit, keiner krankgemeldet oder irgendwas passiert heute“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann am Abend vor der Partie.Lesen Sie auchBeim Abschlusstraining am Samstag machte Neuer einen guten Eindruck. Nach einem Aufwärmprogramm zeigte der 40-Jährige viele gute Paraden, ob nun nach Schüssen, die von den Torwarttrainern kamen, oder im Anschluss in einem kleinen Spiel. Nach seinem Rücktritt im Anschluss an die EM 2024 kehrt Neuer am Sonntag also ins DFB-Tor zurück und bestreitet sein erstes Länderspiel seit dem 1:2 gegen Spanien im EM-Viertelfinale am 5. Juli vor zwei Jahren. Für Neuer wäre es nach 2010, 2014, 2018 und 2022 die fünfte WM-Teilnahme. Der Münchner verdrängt damit Oliver Baumann (1899 Hoffenheim), der in den vergangenen Monaten die Nummer eins im deutschen Tor war. Die Rochade im deutschen Tor hatte für viel Aufsehen gesorgt. Es gab nicht nur Applaus für die Entscheidung – auch Kritik, insbesondere ob des Umgangs mit Baumann. Dieser hatte sich im Anschluss an das USA-Spiel erstmals nach seiner Degradierung geäußert. „Anfangs war es natürlich hart. Das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her“, sagte Baumann. Dennoch habe er die Entscheidung akzeptiert: „Aber mir war sofort klar, dass ich fürs Team da sein werde und mitgehe. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, nicht herzukommen.“ Von der Bank aus wird Oliver Baumann also am Sonntag nun verfolgen, wie sich Deutschland zum Auftakt des WM-Turniers schlägt. 2018 (WM in Russland) und 2022 (WM in Katar) gab es jeweils eine Niederlage – und in der Vorrunde dann das Aus. In Russland gegen Mexiko (0:1), in Katar gegen Japan (1:2). Lesen Sie auchJulien Wolff und Lars Gartenschläger sind Redakteure im Sportkompetenzcenter. Sie berichten für WELT seit vielen Jahren über die Nationalmannschaft. Seit Anfang Juni sind sie für die Redaktion in den USA und schreiben von dort aus über die WM-Vorbereitung der deutschen Auswahl.