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In den Beiträgen zur Ordnung der Zuwanderung wurden in der Pfingstausgabe der Berliner Zeitung interessante Vorschläge für ein gedeihliches Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften gemacht. Angesichts der Erkenntnis, dass es einerseits angesichts einer überalternden Gesellschaft zu einer multikulturellen Gesellschaft keine Alternative gibt, dass andererseits aber multikulturelles Zusammenleben nicht einfach nur etwas rhythmisch Beschwingtes und Buntes, wie der Karneval der Kulturen ist, sondern eine gewaltige gesellschaftliche Herausforderung. Welche sich nicht durch Kleinreden der damit einhergehenden Probleme lösen lässt. Aber auch nicht durch den guten Willen jener, die von den Reibungsflächen, etwa auf dem Wohnungsmarkt oder in der Grundschulbildung, am wenigsten betroffen sind. Die Beiträge kamen zu dem Schluss, dass die Respektierung der hiesigen gesellschaftlichen Ordnung klarer eingefordert werden sollte.
Doch genügt es nicht, die Integrationsbemühungen zu verstärken und die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens konsequenter durchzusetzen. Es gilt auch die empirische Erfahrung: Je heterogener eine Gesellschaft ist, je stärker die Werte und Gepflogenheiten voneinander abweichen, umso höher der Integrationsaufwand, umso größer die Zumutungen an die Toleranz aller Beteiligten. Zudem gilt die Einsicht: Je höher die Integrationsansprüche, umso höher ist die Herausforderung.








