Armenia. Es gibt alte Aufnahmen von Carlos Lehder, lange her, da sieht er aus wie eine Mischung aus Jim Morrison, Che Guevara und einem südamerikanischen Drogenmacho. Langes Haar, aufgepumpter Körper, das Selbstbewusstsein eines Großmauls. Ihm gehörte eine Insel auf den Bahamas, eine Flugzeugflotte und Schnellboote, um Kokain nach Florida zu schmuggeln. In Kolumbien fuhr er gepanzerte Mercedes-Limousinen, die Maschinenpistole immer in Griffweite. Ermittler schätzten Lehders Vermögen zeitweise auf einen dreistelligen Millionenbetrag.