PfadnavigationHomePolitikAuslandErinnerungskulturAuf Trumps Anweisung hin entfernt – Tafeln zu Sklaverei und Klima müssen wieder angebracht werdenStand: 11:23 UhrLesedauer: 2 MinutenZum 80. Geburtstag von Donald Trump soll auf dem Gelände des Weißen Hauses ein spektakulärer UFC-Kampf stattfinden. WELT-Reporter Michael Wüllenweber berichtet über das umstrittene Event, das in den USA für Kritik sorgt.Damit die Geschichte der USA nicht in schlechtes Licht gerückt werde, ließ Trump Tafeln zu Sklaverei und Klima abbauen. Doch nun sagte ein Gericht: Stopp. Die Erklärtafeln müssen wieder aufgestellt werden.Sklaverei, Rassismus, Diskriminierung: Die US-Regierung muss ihre Eingriffe in die Erinnerungskultur in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen vorerst rückgängig machen. Das Vorgehen der Regierung habe zum Ziel, „die Geschichte der Nation mit einem Korrekturstift umzuschreiben“, schrieb eine Bundesrichterin aus Boston. Ihre einstweilige Verfügung richtet sich an die Aufsichtsbehörde der Nationalparks, in deren Verantwortung auch öffentliche Denkmäler liegen. Ein Urteil in der Sache steht noch aus.Lesen Sie auchUS-Präsident Donald Trump hatte sein Innenministerium im März vergangenen Jahres angewiesen, sämtliche Gedenkstätten, -tafeln, Statuen und Ähnliches darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein schlechtes Licht rücken. Der Name des Dekrets: „Wiederherstellung von Wahrheit und Vernunft in der amerikanischen Geschichte“. Als Grund nannte Trump einen angeblich breit angelegten Versuch, die Geschichte des Landes als rassistisch und unterdrückerisch umzuschreiben. Wo das geschehe, müssten Ausstellungen, Denkmäler oder Inschriften geändert oder entfernt werden.Regierung muss Tafeln bis 4. Juli wieder anbringenIn der Folge verschwanden bundesweit etwa Gedenktafeln, die Sklaverei thematisierten – so auch an George Washingtons ehemaligem Haus in Philadelphia. Die zuständige Behörde entfernte dort Gedenktafeln, die über vom einstigen US-Präsidenten versklavte Menschen informierten. Nach einer Klage der Stadt wurden die Tafeln wieder aufgestellt. Auch Hinweise auf den Klimawandel – den Trump nicht als Bedrohung ansieht – wurden vielerorts entfernt.Lesen Sie auchWie Bundesrichterin Angel Kelley aus Boston nun erklärte, müssten die USA besonders zum 250. Jubiläum ihrer Unabhängigkeit die ganze Geschichte ihres Landes erzählen. Dabei gehe es um unbestritten wahre Sachverhalte, die die US-Regierung zu verwischen versuche. Geklagt hatten eine Reihe von Verbänden aus den Bereichen Geschichte, Naturschutz und Wissenschaft.Die Richterin ordnete an, alle im Namen des Dekrets entfernten Denkmäler wieder einzusetzen. Änderungen müssten rückgängig gemacht werden. Die Richterin gab der Regierung dafür 21 Tage Zeit – also bis wenige Tage vor dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli.dpa/coh