Durch die Straße von Hormus werden nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright täglich rund sieben Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte transportiert. Das entspreche etwa der Hälfte der zu Kriegsbeginn blockierten Mengen, sagte Wright am Freitag beim Bloomberg Energy Security Executive Briefing in Houston, wie der Finanzdienst berichtet. Die USA würden die Meerenge mit oder ohne Mithilfe des Iran vollständig wieder öffnen.Vor Kriegsbeginn Ende Februar seien täglich rund 20 Millionen Barrel durch die Meerenge transportiert worden, sagte Wright laut Politico. Etwa fünf Millionen Barrel seien inzwischen auf Pipelines und andere Transportwege umgeleitet worden, die Förderung im Rest der Welt sei um rund eine Million Barrel gestiegen. „Die heutigen Mengen nähern sich der Hälfte der Lücke und steigen weiter“, sagte Wright dem Bericht zufolge bei der Veranstaltung.

Trump sprach von „geheimer Mission“

US-Präsident Donald Trump hatte erst vor wenigen Tagen auf Truth Social erklärt, er habe das US-Militär im vergangenen Monat angewiesen, eine „geheime Mission zur Unterstützung von Öltankern und anderen Handelsschiffen durch die Straße von Hormus durchzuführen“. Mehr als 100 Millionen Barrel Öl und 200 Handelsschiffe hätten so die Meerenge passiert.Das Unternehmen Kpler, das Rohstoffmärkte beobachtet, erfasste seit Anfang Mai rund 96 Millionen Barrel nicht-iranischer Ölexporte aus der Region, die entweder durch die Meerenge oder Exportwege im Golf von Oman abgewickelt wurden, wie AP berichtete. Die Kpler-Analystin Amena Bakr sagte demnach, zusammen mit Lieferungen, die noch verladen werden, könnte die Gesamtmenge 100 Millionen Barrel übersteigen, was „im Großen und Ganzen mit Trumps Behauptung“ übereinstimme.