Elon Musk ist der erste Dollar-Billionär der Geschichte. Was kann man sich mit so viel Geld leisten? Jede Menge, wie ein Blick auf Schweizer Wahrzeichen und Traditionsunternehmen zeigt.13.06.2026, 05.30 Uhr4 LeseminutenDer Börsengang von SpaceX ist Geschichte – und Elon Musk ist der erste Mensch, der ein Vermögen von über 1 Billion Dollar besitzt. Zumindest auf dem Papier: Das Geld hat er nicht flüssig, sondern hält es in Anteilen an seinen Unternehmen SpaceX und Tesla.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Zahl von 1 Billion Dollar, umgerechnet rund 797 Milliarden Franken, ist kaum vorstellbar. Sie sieht so aus: 1 000 000 000 000 – aber was heisst das schon? Um sie einzuordnen, hat sich die NZZ auf eine fiktive Reise mit Musk durch die Schweiz begeben.Sie zeigt: Der Wert einiger der grössten Firmen, Wahrzeichen, dessen, wofür die Schweiz international bekannt ist, liesse sich im Vermögen eines einzelnen Mannes abbilden.Das Drehkreuz der SchweizWir rechnen als Annäherung mit Börsenwerten. Und wir nehmen an, dass Elon Musk als Erstes in Zürich landet. Der Flughafen ist ein wichtiger Hub, denn er verbindet die Schweiz mit der Welt. Das gefällt Musk, also kauft er sich das Unternehmen, das den Flughafen betreibt. Er bezahlt als Kaufpreis den Wert der aktuellen Marktkapitalisierung der Flughafen Zürich AG an der Schweizer Börse: rund 7,2 Milliarden Franken.Das neue Flugzeug der Swiss, der Airbus A350-900, von denen die Airline rund zehn einführen will, kostet pro Stück rund 300 Millionen Franken. Musk kauft nicht nur die Flotte, sondern gleich die ganze Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss gehört. Für umgerechnet 9,5 Milliarden Franken.Bei der Fahrt in die Zürcher Innenstadt fällt Musk der Prime Tower auf. Im grössten Gebäude von Zürich haben sich viele Unternehmen eingemietet. Es gehört der Swiss Prime Site (SPS), der grössten börsennotierten Immobiliengesellschaft der Schweiz. Musk kauft den Tower und dazu das Immobilienportfolio von SPS für den im letzten Jahresbericht ausgewiesenen Wert von insgesamt 13,9 Milliarden Franken.Die Grossbank und das Kulturgut der SchweizNach einem Spaziergang der Bahnhofstrasse entlang tritt Musk auf den Paradeplatz – und steht gegenüber der UBS, der grössten Bank der Schweiz, mittlerweile ihrer einzigen Grossbank. Er erwirbt sie für ihren aktuellen Börsenwert von rund 127 Milliarden Franken.Nachdem er das Geschäft mit der UBS abgeschlossen hat, gönnt sich Musk einen Abstecher in die traditionsreiche Confiserie Sprüngli. Ihm schmecken die Pralinés, die zum Kaffee serviert werden. Er fragt seinen KI-Chatbot Grok nach einem Schweizer Schokoladenhersteller, dieser sagt ihm, das Unternehmen Lindt & Sprüngli sei einer der grössten und bekanntesten Hersteller. Musk übernimmt das Unternehmen für dessen aktuellen Börsenwert von 22 Milliarden Franken.Musk fallen die vielen Schaufenster auf, in denen Uhren glänzen. Er schafft es, die Rolex-Leitung von einem riesigen Geschäft zu überzeugen. Und sichert sich so viele Uhren, wie Rolex gemäss einer Schätzung der Investmentbank Morgan Stanley im vergangenen Jahr verkaufte: über eine Million Stück für insgesamt 11 Milliarden Franken.Danach braucht Musk erst einmal eine Pause. Für einen Dollar-Billionär wie ihn gibt es in der Schweiz viele Optionen, um elegant zu nächtigen. In Zürich entscheidet er sich für das Hotel «The Dolder Grand». Marktbeobachter schätzen es auf 500 bis 700 Millionen Franken, Musk rundet auf 1 Milliarde Franken auf und kauft seine Unterkunft.Schweizer Forschung, Pharma und TourismusDie Schweiz ist nicht nur bekannt für ihre Uhren, Banken und Schokolade, sondern auch als Pharmastandort. Musk reist nach Basel. Dort erwirbt er die Pharmafirmen Roche und Novartis für deren Börsenwerte von 267 Milliarden Franken (Roche) sowie 249 Milliarden Franken (Novartis).Doch Musk fällt auf, dass man in Basel gar keine Berge sieht. Er macht kehrt, sobald er den Deal mit den Pharmafirmen geklärt hat und fährt ins Herz der Schweizer Alpen, wo der Tourismus floriert: zum Jungfraujoch, das den Touristinnen und Touristen auch als «Top of Europe» verkauft wird. Er übernimmt die Jungfraubahn Holding AG für deren Marktkapitalisierung von 1,5 Milliarden Franken.Früher, noch bevor Musk mit SpaceX Raketen ins All schoss und mit Starlink ein Netzwerk für Satelliten-Internet aufbaute, studierte er an der University of Pennsylvania Wirtschaftswissenschaften und Physik. An der Universität Stanford wurde er für ein weiteres Studium in angewandter Physik und Materialwissenschaft akzeptiert, ging aber nie hin. Stattdessen zog er 1995 nach San Francisco, um ein Internet-Startup aufzubauen.In der Schweiz ist Musk fasziniert von den Forschungseinrichtungen. Die in Genf ansässige Europäische Organisation für Kernforschung (Cern) hat es ihm besonders angetan. Dort soll ein neuer Mega-Teilchenbeschleuniger gebaut werden, eine ringförmige Maschine, die Elektronen und ihre Antiteilchen aufeinanderschiesst, sie kollidieren und zerfallen lässt – und dadurch helfen soll, die Struktur der Materie und am Ende die Zusammensetzung des Universums zu verstehen. Gemäss Schätzungen soll der Bau des Beschleunigers namens Future Circular Collider, kurz FCC, insgesamt 15 Milliarden Franken kosten.Um den teuren Bau gibt es eine Debatte. Doch Musk übernimmt die Kosten kurzerhand – und sichert sich so den Zugang zur futuristischen Maschine und allem, was sie herausfinden wird.Am Ende besitzt Musk einen Flughafen, Uhren, einen Schokoladenhersteller, Bergbahnen, Pharmafirmen, eine Grossbank. Vieles, was die Schweiz ausmacht. Er hat immer noch Geld übrig. Musk steigt in eines der Swiss-Flugzeuge, das er am Anfang kaufte, und lässt die übrigen Banknoten auf einem Flug über das Land abregnen. In der Hoffnung, dass sie damit SpaceX-Aktien kaufen, gibt er so jedem Einwohner und jeder Einwohnerin der Schweiz ein Taschengeld: 7900 Franken pro Person.Passend zum Artikel
Was Elon Musk in der Schweiz mit einer Billion Dollar kaufen könnte
Elon Musk ist der erste Dollar-Billionär der Geschichte. Was kann man sich mit so viel Geld leisten? Jede Menge, wie ein Blick auf Schweizer Wahrzeichen und Traditionsunternehmen zeigt.
Elon Musk ist der erste Dollar-Billionär; sein Vermögen entspricht großen Schweizer Institutionen (UBS, Roche, Novartis). Die Vermögenskonzentration bei Tech-Gründern wirft kritische governance-Fragen zur Marktmacht und Kontrolle von Infrastrukturen auf.













