Vielleicht muss man zu

Börsengängen nicht viel mehr wissen als ihre englische Abkürzung. Wenn

Firmen ihren Sprung ans Parkett wagen, verwenden Profis das

coole Kürzel »IPO«. Die Abkürzung steht eigentlich für initial public offering, die erste Verkaufsoffensive an eine breite Öffentlichkeit. Unter Finanzprofis sagt man stattdessen gern: »It’s probably overpriced.« Neue Aktien? Viel zu teuer.

Während das Unternehmen seine Aktien am Vorabend des Börsengangs für 135 Dollar je Stück verkauft hatte, schossen die Papiere mit Beginn des laufenden Börsenhandels an der Technologiebörse Nasdaq nach oben. Erster Kurs: 150 US-Dollar, ein Plus von elf Prozent. Der Kurssprung widerspricht dem spitzen Bonmot der Investmentbanker jedoch nicht. Im Rausch um die Aktien der Raumfahrtfirma treffen schließlich Novizen auf Novizen: ein neues Unternehmen am Parkett auf eine neue Generation von Anlegern. Die jedoch bei all den Marsfantasien übersehen, dass Börsengänge meist einem sehr irdischen Zweck dienen.