Das T1 Phone der Trump Organization ist im Kern ein goldlackiertes HTC U24 Pro aus dem Jahr 2024, wie ein Teardown der Reparaturplattform iFixit zeigt. Das Innenleben des goldfarbenen Smartphones stimmt demnach fast vollständig mit dem zwei Jahre alten Android-Gerät von HTC überein.

Für die Analyse schob iFixit beide Handys zunächst durch einen Computertomografen und zerlegte sie anschließend. Das Ergebnis: gleiche Hauptplatine, gleicher Prozessor Snapdragon 7 Gen 3, 12 GByte Arbeitsspeicher und 512 GByte Speicherplatz. Die Unterschiede sind weitgehend kosmetisch: Die Position des Blitzes wurde leicht verschoben, das Lautsprechergitter ist anders perforiert. Die Platine des HTC-Modells lief im Test problemlos im Trump-Gehäuse, dokumentiert iFixit im Teardown.

Der einzige nennenswerte Hardware-Unterschied steckt offenbar im Akku: Die Zelle des T1 Phones ist mit 19,35 Wattstunden etwas größer als die 17,23 Wattstunden des HTC U24 Pro. Dafür lädt das Trump-Handy nur mit 30 Watt statt mit 60 Watt wie das Original.

Entworfen und gebaut in China

Damit widerspricht der Teardown den Werbeversprechen hinter dem T1. „Wenn man diese Informationen zusammennimmt, erhält man kein ‚american-proud Design’, sondern ein Handy, das in China entworfen, in China und weitgehend mit Teilen aus China hergestellt wird“, schreibt iFixit. Die Trump Organization hatte das T1 zunächst als „Made in the USA“ beworben, diese Behauptung nach den ersten Vorbestellungen aber entschärft. Das Handy sei mit „amerikanischen Werten“ designt worden, hieß es stattdessen etwa vorübergehend. Auf der Verpackung steht inzwischen nur noch „Assembled in the USA“: Laut Trump Organization wird das Handy von einem Team in Florida aus zehn Teilen zusammengesetzt.