Jeder Schmetterling war mal eine Raupe. Nur schlüpft der Nachtfalter Thaumetopoea processionea aus einer besonders unangenehmen.

Denn die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind mit giftigen

Brennhaaren besetzt, deren Bekanntschaft man lieber nicht machen

möchte.

Auch deshalb sind in vielen Städten und Kommunen gerade wieder ganze Parkanlagen abgesperrt oder Bäume mit Flatterband markiert. Die Berichte über den Befall mit den Insekten häufen sich. Am Weinheimer Waidsee in Baden-Württemberg wurden beispielsweise zuletzt mehr als 50 Nester in den Eichen entfernt, im Münchner Umland ist ein Radschnellweg gesperrt und rund um den Berliner Volkspark Jungfernheide herrscht wegen der vielen befallenen Eichen ohnehin Ausnahmezustand. Die Raupen kriechen in einer Wohnsiedlung schon an Fassaden, auf Kinderfahrrädern und an Haustürrahmen empor. Mancherorts ist kein Entkommen mehr.