Das deutsche Robotikunternehmen Neura Robotics hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde frisches Kapital in einem Volumen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar von Investoren eingesammelt. Neura will das Geld dafür nutzen, die Physical-AI-Plattform Neuraverse für seine kognitiven Roboter, darunter den humanoiden 4NE1, auszubauen. Zugleich soll die Serienproduktion der Roboter vorangetrieben werden. Die Finanzierungsrunde gehört zu den größten in Deutschland jemals durchgeführten.

Die Gruppe-C-Finanzierungsrunde ist prominent besetzt: Tether, Qualcomm Technologies, Amazon, Nvidia, imec.xpand, Bosch, Schaeffler, die Europäische Investitionsbank, Lingotto Horizon, und InterAlpen Partners und weitere stecken frisches Geld in das Robotikunternehmen. Vertreten sind damit Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen wie Krypto, Chipproduktion, Industriezulieferung, Technologie und Investment.

Wie hoch die jeweiligen Anteile der Unternehmen an der Gesamtsumme in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar sind und wie viel Kapital bereits in das Robotikunternehmen geflossen ist, verrät Neura aber nicht.

Trainingsdaten aus Gyms und realer Produktion

Mit dem frischen Geld hat Neura einiges vor. Zum einen soll Neuraverse, eine Robotikplattform für kognitive Künstliche Intelligenz (KI) vorangetrieben werden. Damit lässt sich eine Art universelle Roboter-Intelligenz erreichen. Außerdem will Neura sogenannte Neura Gyms aufbauen. Dabei handelt es sich um physische Trainingsanlagen, in denen Roboter komplexe Aufgaben in einer kontrollierten Umgebung erlernen können. Dadurch können neben Trainingsdaten aus Simulationen auch physische Trainingsdaten in die KI-Modelle integriert werden.