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Führungskräfte: Warum junge Menschen wieder Führungskräfte werden wollen Die Lust auf Führung wächst wieder, wie exklusive Umfragen für das Handelsblatt zeigen. Woher kommt die neue Motivation – und was macht heute einen idealen Chef aus?
Tanja Kewes, Julia Beil 11.06.2026 - 21:42 Uhr Artikel anhörenDie Vorstandschefs von morgen: Das Handelsblatt hat 29 Vordenker und Vordenkerinnen identifiziert und mit ihnen gesprochen. Foto: PRJunge Menschen haben wieder Lust auf Führung. Welche Motivation steckt dahinter? Und wer sind die Vorstandschefs von morgen? Das Handelsblatt stellt die 29 vielversprechendsten aufstrebenden Topmanagerinnen und -manager Deutschlands vor.Alles infrage stellen und dabei trotzdem alle mitnehmen: Das gelingt diesen neun Nachwuchs-Managerinnen und -Managern aus dem Bereich „Change Navigation“.Geschäftsmodelle, die sich auch in schwierigen Zeiten rechnen: Dafür stehen diese sechs jungen Führungskräfte im Bereich Resilienz.Nicht nur gute Ideen haben, sondern sie auch gut umsetzen: Der Top-Nachwuchs im Bereich Innovationsmanagement beherrscht beides.Künstliche Intelligenz und gesunder Menschenverstand: Diese sieben jungen Führungskräfte aus dem Bereich „digitale Transformation“ beherrschen den Spagat.Düsseldorf, Berlin. Dass Führung auch bedeutet, Konflikte auszuhalten, hat Daphne Böcker schon öfter erfahren. Die 36-Jährige verantwortet die Einheit „Kunde und Markt“ mit rund 900 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen beim Versicherungskonzern Allianz. Sie sagt, dass es natürlich auch in ihrem Schreibtisch „Bissspuren“ gebe. Damit meint sie, dass es nicht immer einfach sei, alle Kolleginnen und Kollegen von Veränderungen zu überzeugen, die sie selbst für dringend notwendig halte.Böcker führt dennoch gerne – und aus Überzeugung. Sie habe so die Möglichkeit, mit ihrem Team gemeinsam Dinge zu verändern. Sie sagt: „Ich meine das wirklich ernst: Wir haben als Industrie einen Auftrag, uns mit einer gewissen Geschwindigkeit weiterzuentwickeln.“So wie Allianz-Managerin Böcker treibt die Lust auf Führung wieder mehr junge Menschen an. Knapp die Hälfte der 18- bis 35-Jährigen strebt eine Karriere mit Führungsverantwortung an: Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Handelsblatts ergeben, im Mai durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Civey.Eine Umfrage der Personalberatung Egon Zehnder unter den 650 Mitgliedern des eigenen Young Leader Circle bestätigt diesen Trend: 86 Prozent der jungen Top-Talente empfinden eine Führungsrolle als sehr attraktiv. Sie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.Die Ergebnisse sind unerwartet – nach Jahren, in denen junge Menschen in Umfragen immer wieder betonten, mehrheitlich keine Chefposten übernehmen zu wollen. Noch im vergangenen Jahr war eine Führungsposition nur für zehn Prozent aller deutschen Gen-Z-Mitglieder (Jahrgänge nach 2000) das primäre Karriereziel, wie eine Befragung der Beratung Deloitte ergab. In diversen anderen Umfragen, über die das Handelsblatt in der Vergangenheit bereits berichtet hat, waren die Beliebtheitswerte ähnlich niedrig.Nun also der Umschwung. Ausgerechnet in einer Zeit, in der Führung wohl so anstrengend ist, wie sie selten zuvor war: Die Geopolitik wirkt in Unternehmen, schürt Chaos und Unsicherheit. Die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) werfen nicht nur ganze Geschäftsmodelle um, sondern hinterfragen auch den Sinn klassischer Führungslaufbahnen; selten waren Mittelmanagerinnen und Mittelmanager so jobgefährdet wie derzeit. Und zu allem Überfluss findet die deutsche Wirtschaft seit Jahren nicht den Weg aus der Konjunkturkrise.So müssen Führungskräfte derzeit alles gleichzeitig und jeweils mit voller Kraft meistern: Sich gegen politische Unsicherheiten wappnen, das eigene Unternehmen wirtschaftlich über Wasser halten und gleichzeitig durch eine immerwährende Transformation steuern, die eigentlich finanzielle Mittel erfordern würde, die wegen der Konjunkturflaute aber knapp sind – und als ob das alles nicht genug wäre, muss man sich als Führungskraft auch noch neu erfinden, damit einen der nächste KI-Agent nicht überflüssig macht. Und das alles soll eine neue Lust auf Führung wecken?Was sind die Gründe dafür? Was treibt die 35- bis 45-Jährigen wieder in die Verantwortung? Und auf wen lohnt es sich, besonders zu achten? Das Handelsblatt hat 29 Vordenker und Vordenkerinnen wie Daphne Böcker identifiziert und mit ihnen gesprochen. Zudem geben einige der führenden Headhunter in Deutschland exklusive Einblicke in ihre Erfahrungen mit der jungen Generation. Sie benennen klar die Gründe für deren Motivation, in Führung zu gehen. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt









