Pete Hegseth war schon einmal vorgeprescht. Bereits im September vergangenen Jahres hatte er ein Schild an seine Bürotür schrauben lassen (mehr hier). Aufschrift: Kriegsminister. Dahinter steckt eine Anordnung von Präsident Donald Trump, laut der das Verteidigungsministerium künftig Kriegsministerium heißen solle. Problem an der Sache: So eine Änderung muss durch den Kongress.Nun, ein Dreivierteljahr später, tun die Republikaner Trump den Gefallen. Wie die »Washington Post« meldet, fügte die Partei die Namensänderung in ein Gesetzespaket ein, das verabschiedet werden soll. Versteckt in dem 1,15 Billionen US-Dollar schweren Verteidigungsetat (mehr hier) steckt auch die Umbenennung des Pentagon.Das ist zwar ein wichtiger Schritt, beschlossen ist die Sache aber damit noch nicht. Dafür müssen beide Kammern des Kongresses abstimmen, was im Laufe des Jahres erwartet wird.Im Pentagon selbst ist die Namensänderung unter dem umstrittenen Minister Hegseth schon weit fortgeschritten. Wer unmittelbar nach Trumps Anordnung den X-Account des Ministeriums und die Website aufrief, sah bereits den neuen Namen.
Der Name »Kriegsministerium« ist nicht neu. Er wurde bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet. 1789 waren nach US-Regierungsangaben der Name und das Ministerium entstanden.Der US-Präsident arbeitet eigentlich daran, das Image des Friedensstifters zu vermitteln, der Kriege beendet. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Trump gern den Friedensnobelpreis hätte. Das dürfte sich spätestens nach dem Irankrieg, den Trump zusammen mit Israel angezettelt hatte, erledigt haben. Zudem wird befürchtet, dass in Kuba schon bald die nächste US-Militärintervention bevorstehen könnte.






