Die Bundeswehr beteiligt sich weiter am internationalen Militäreinsatz in Bosnien und Herzegowina. Der Bundestag verlängerte am Donnerstagabend das Mandat für die EU-Mission Eufor Althea.Bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten sollen dort die Einhaltung des Friedensabkommens von Dayton überwachen, mit dem im Jahr 1995 der Bosnienkrieg beendet wurde. Gegenwärtig befinden sich dort 36 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Die Verlängerung gilt dem Antrag zufolge für ein Jahr, also bis zum 30. Juni 2027. Konkrete Stationierungsorte in Bosnien oder Herzegowina sind hingegen darin nicht vorgeschrieben.

Weiterführung der Verbindungsbüros in BosnienEufor Althea ist seit 2004 die militärische EU-Operation in Bosnien und Herzegowina. Sie knüpft an das Dayton-Friedensabkommen von 1995 an und soll helfen, den Friedensprozess im Land zu sichern. Die Sicherheitslage in Bosnien wird von den Verantwortlichen allerdings nach wie vor als »volatil« eingeschätzt.

Konkret unterhält die Truppe vor Ort sogenannte Verbindungsbüros. Diese dienen durch Gespräche mit der Bevölkerung und den Behörden auch als Frühwarnsystem für den Fall neuer Spannungen.

Seit dem Ende des Bosnienkriegs (1992–1995) vor mehr als 30 Jahren besteht Bosnien-Herzegowina aus zwei Landesteilen. Die Föderation Bosnien-Herzegowina (FBIH) ist das Gebiet, in dem vor allem Bosniaken und Kroaten leben. Die Republika Srpska (RS) wird vorwiegend von ethnischen Serben bewohnt. Die beiden Verwaltungseinheiten sind weitgehend eigenständig in Bereichen, die nicht die Außen-, Währungs-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik betreffen.