Der Logistikriese DHL setzt auf ein weiteres Wachstum der erneuerbaren Energien und will ​dort seinen Umsatz ausbauen. „Getrieben durch eine starke Kundennachfrage sieht das Unternehmen ‌das Potenzial, seinen Umsatz im Bereich der Logistik für neue Energien von rund 600 Millionen Euro im Jahr 2025 auf drei Milliarden Euro bis 2030 zu steigern“, teilte der Bonner Konzern am ​Freitag mit.

Irankrieg beschleunigt EntwicklungHintergrund für den Ausbau sei eine steigende Nachfrage nach resilienten ⁠Energiesystemen ⁠angesichts von Risiken bei der Versorgung mit fossilen Brennstoffen. Der Irankrieg beschleunige die Entwicklung, sagte DHL-Chef Tobias Meyer.Die Energiewende ‌sei ein Gefüge aus verschiedenen Bausteinen, betonte ​Meyer. DHL ‌verfüge über Kompetenzen, diese neuen Lieferketten weltweit ganzheitlich aufzubauen. Der Konzern führt für die Windenergiebranche etwa den neuen Service „Time Definite Plus“ ein, der zunächst in 22 ‌europäischen Ländern schnelle Ersatzteillieferungen ermöglichen soll.

Eigentlich sind internationale Logistiker besonders betroffen von Preissprüngen bei Diesel und Kerosin, blockierten Seewegen und gesperrten Lufträumen. Neben DHL streicht derzeit aber auch die Lufthansa Cargo fette Gewinne ein. Das manager magazin hat einen Blick darauf geworfen , wie das sein kann.Neuer Logistikknotenpunkt ‌Zudem baut DHL das Netzwerk für Elektromobilität und Batterielogistik aus. In Holtum ‌in den Niederlanden entsteht ​ein neuer Logistikknotenpunkt ‌für Batterien, der Anfang 2027 den Betrieb aufnehmen ‌soll. ​