Aufmerksamkeit hat die Ostsee viel bekommen in den vergangenen Monaten. So viel wie lange nicht. Gefühlt halb Deutschland nahm Anteil am Schicksal des vor der Insel Poel gestrandeten Wals „Timmy“, über die Rettungsversuche wurde live berichtet, sein Tod laut beklagt. Hätte die Ostsee (oder ihre Bewohner) in den vergangenen Jahrzehnten nur einen Bruchteil jener Berichterstattung erhalten, würde es ihr heute vielleicht besser gehen. Doch abstrakte Meldungen vom fragilen Zustand eines Meeres, von sauerstoffarmen Todeszonen und drastisch gesunkenen Fischbeständen, scheinen weniger Interessenten zu finden als der Wettlauf um das Leben eines Wals mit Kosenamen.
Wie steht es um den Ostseefisch?
Zum Saisonstart ein Besuch im Ostseebad Heringsdorf, wo sich die Gastronomie mit Notlösungen auf dem Teller behelfen muss.







