Stand: 11.06.2026 • 15:47 Uhr
Die Frage nach der Heizart der Zukunft beschäftigt Energieversorger wie die Stadtwerke Ludwigshafen. Dort setzt man auf nachhaltige Wärmeversorgung durch Fernwärme - aber auch Gasleitungen bleiben.
Auf den ersten Blick sieht die Baustelle unspektakulär aus: Absperrungen, zwei Bagger, ein großes Loch im Boden. Darin: ein dickes Rohr. Aber das, erläutert Thomas Mösl, ist ein Teil der Versorgungssicherheit. Das Fernwärmenetz wird hier gerade erweitert. Mösl ist Vorstand und Geschäftsführer der Technischen Werke Ludwigshafen. Schon früh hat die Stadt auf Fernwärme gesetzt, mehr als ein Viertel der Haushalte hier wird inzwischen damit versorgt.
Im Müllheizkraftwerk am Hauptsitz werden Strom und als Nebenprodukt Wärme erzeugt, die über die Netze zum Heizen in Wohnungen fließt. Klimagerecht, effizient, kostengünstig: die beste Lösung, die Heizung der Zukunft? Mösl winkt ab. "Fernwärme ist ein ganz hervorragendes Instrument zur Wärmeversorgung, aber leider keine Lösung für alles. Die Wirtschaftlichkeit nimmt deutlich ab, wenn es in Flächen geht mit geringer Bebauung, also Ein- und Zweifamilienhäuser. Dann ist Fernwärmeausbau, Stand heute, wirtschaftlich leider nicht mehr darstellbar."














