Brasilien – Marokko (Sonntag, 14. Juni, 0 Uhr, ZDF)Dafür, dass in den meisten Gruppenspielen die Frage nach dem Favoriten recht einfach zu klären ist, kommt es in der Gruppe C gleich mal zu einem Spitzenspiel auf höchstem Niveau. Marokko ist zwar nur Afrikameister, weil sich der Verband den Titel nach dem skandalösen Finale gegen Senegal auf juristischem Wege erstritt, aber der Kader ist auch ohne Rechtshilfe mit Weltklasse-Fußballern besetzt. Und die Weltklasse-Fußballer aus Brasilien haben in Carlo Ancelotti einen Chef, der mit ihnen umzugehen weiß. Jedenfalls dürfte der Italiener zu jenen handverlesenen Trainern gehören, die mit dem Ego von Vinícius Junior klarkommen. Der Linksaußen von Real Madrid bekommt es gegen Marokko mit Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain zu tun. Viel besser kann ein Duell nicht sein.Niederlande – Japan (14. Juni, 22 Uhr, Magenta TV)Hier treffen am ersten Spieltag zwei ambitionierte Nationen und ähnlich talentierte Teams aufeinander. Doch die Vorzeichen könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die Japaner nach Siegen gegen Brasilien und in England als gar nicht mal so geheimer Geheimfavorit gelten, wirken die Niederlande vor dieser WM von einem Titel so weit weg wie lange nicht. Auch der mühsame 2:1-Sieg im letzten Vorbereitungsspiel gegen Usbekistan hat die Stimmung nicht gerade verbessert. Bleibt die Frage, ob Japan zum Auftakt mit der ungewohnten Favoritenrolle umzugehen vermag.Elfenbeinküste – Ecuador (Montag, 15. Juni, 1 Uhr, ARD)Wenn dieses Spiel angepfiffen wird, liegt das erste Spiel der DFB-Elf gerade einige Stunden zurück. Und man kann nur hoffen, dass die Nagelsmänner gegen Curaçao einen guten bis sehr guten Eindruck hinterlassen haben werden. Denn nach diesem Aufeinandertreffen der anderen Gruppengegner dürfte spätestens klar sein, dass da in der Vorrunde noch zwei große Herausforderungen warten. Worauf man achten sollte: Die Elfenbeinküste hat eine der spannendsten Offensivreihen – Ecuador die vielleicht beste Defensive des Turniers.Deutsche Gegner bei der WM:Eine leichte Gruppe? Nun ja …Deutschland trifft bei der WM auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Und damit mindestens auf zwei Teams, die die Elf von Bundestrainer Nagelsmann keineswegs unterschätzen sollte.Belgien – Ägypten (15. Juni, 21 Uhr, ARD)Geheimfavorit? Dieses Wort kann in Belgien wohl niemand mehr hören, so enttäuschend liefen die vergangenen Turniere trotz höchster Erwartungen an die Generation um Kevin De Bruyne. Mit 34 spielt er vielleicht seine letzte WM, was bei Ägypten auch für Mo Salah, 33, gelten könnte. Wer gewinnt, ist der nicht mehr geheime Favorit auf Platz eins in Gruppe G.England – Kroatien (Mittwoch, 17. Juni, 22 Uhr, ZDF)Thomas Tuchel, der sein erstes großes Turnier als Nationaltrainer betreut, weiß, dass in England alles außer dem ewig lang ersehnten WM-Titel mit einem Scheitern gleichgesetzt würde. Und um die aufgeregte englische Fußball- und Medienöffentlichkeit gleich mal optimistisch zu stimmen, wäre ein Auftaktsieg gegen Kroatien natürlich hilfreich. Einfach wird das nicht: Beim Gegner spielt unter anderem Luka Modric, 40, der, soweit bekannt, niemals aufgeregt ist.Schweiz – Bosnien (Donnerstag, 18. Juni, 21 Uhr, Magenta TV)Nach mehr als einem Monat seit dem letzten Spieltag darf man schon mal Sehnsucht nach der deutschen Bundesliga haben. Sollte es jemandem so gehen, wäre unbedingt ein Fernsehabend mit Schweiz gegen Bosnien zu empfehlen. Schwer vorstellbar, dass in einem anderen WM-Spiel ohne Beteiligung des DFB noch mal so viele (Ex-)Bundesligaspieler auf dem Platz stehen werden. Um nur ein paar Nominierte aus beiden Kadern zu nennen: Nikola Vasilj, Silvan Widmer, Nikola Katic, Manuel Akanji, Sead Kolasinac, Granit Xhaka, Johan Manzambi, Ermedin Demirovic, Breel Embolo, Haris Tabakovic, Edin Dzeko.Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA:Spielplan der Fußball-WM 2026: Alle Gruppen, Spiele und TermineHeute startet die Fußball-WM 2026: 104 Spiele warten auf die Fans, so viele wie noch nie. Wir bieten einen Überblick über alle Spiele, Termine und Gruppen.Argentinien – Österreich (Montag, 22. Juni, 19 Uhr, ARD)„You’ve got the 49ers, but we’ve got Konni Laimer“, nach diesem Muster hat sich Österreichs Fußballverband einmal durch den gesamten Kader gereimt, um dem Gastgeberland USA sein Nationalteam mit einem Lied vorzustellen (und dabei vor unreinen Reimen nicht zurückgeschreckt). Diesem Selbstverständnis gemäß handelt es sich beim Duell mit dem Titelverteidiger natürlich um ein Spitzenspiel. Tatsächlich könnte es spannend werden, wie Messi & Co. mit Ralf-Rangnick-Pressing zurechtkommen – und natürlich mit dem unerreichten Eifer des Bayern-Rechtsverteidigers Laimer.Türkei – USA (Freitag, 26. Juni, 4 Uhr)Apropos Selbstbewusstsein: Auch die Türkei kann es dem eigenen Anspruch nach mit den Großen aufnehmen. Im dritten Spiel haben sie es mit ihrem mutmaßlich kompliziertesten Gruppengegner zu tun, dem Gastgeber USA. Zugegeben: Wer sich für diese Partie den Wecker stellt, ist wahrscheinlich Arda-Güler-Ultra. Aber interessant dürfte das Spiel allemal werden, zumal es zu diesem Zeitpunkt der Gruppenphase auch darum geht, ob jemand den Turnierbaum austrickst, um als guter Gruppendritter eventuell einen einfacheren Gegner zu erwischen als mit Rang eins oder zwei.Norwegen – Frankreich (26. Juni, 21 Uhr, ZDF)Wenn es in dieser Partie am dritten Vorrundenspieltag noch darum geht, wer ins Sechzehntelfinale einzieht, wäre das eine große Überraschung. Erfüllen Norwegen und Frankreich die Erwartungen, werden sie mit den Gruppengegnern Irak und Senegal keine allzu großen Probleme haben. Schauen sollte man dieses Spiel trotzdem unbedingt: Es ist die perfekte Einstimmung auf die K.-o.-Runde. So viel Qualität (Ödegaard, Olise, Haaland, Mbappé und, und, und …) wird bis dahin bei dieser WM nicht auf dem Platz gestanden haben.WM-Historie:Wie man (wahrscheinlich) Weltmeister wirdStark verteidigen, schon zum Turnierstart in Top-Form sein – und es nicht aufs Elfmeterschießen ankommen lassen: Sieben Erkenntnisse aus den Statistiken aller Fußball-Weltmeisterschaften.Uruguay – Spanien (Samstag, 27. Juni, 2 Uhr)Gegen die Spanier anzutreten, ist für jeden Gegner eine taktische Herausforderung: Verteidigt man tief, können sie ihr Kombinationsspiel aufziehen, verteidigt man hoch, haben die Flügelspieler Lamine Yamal und Nico Williams Platz zum Sprinten. Gut also, wenn auf der Gegenseite ein Trainer steht, der von Fußball-Gelehrten auf der ganzen Welt verehrt wird: Marcelo „El Loco“ Bielsa, 70, bekannt für seine bis in jedes Detail ausgearbeiteten Gegner-Analysen. „Der beste Trainer der Welt“, sagte Pep Guardiola mal.Kolumbien – Portugal (Sonntag, 28. Juni, 1:30 Uhr, ZDF)Letzter Spieltag, höchste Zeit also, einen der großen Favoriten des Turniers näher zu betrachten: Portugal hat mit Vitinha und João Neves von PSG, Bruno Fernandes von Manchester United und Bernardo Silva von Manchester City wohl das beste Mittelfeld aller 48 Teams zu bieten, und die anderen Mannschaftsteile sind auch nicht so schlecht. Wer inzwischen schon zum routinierten WM-Zuschauer geworden ist, kann natürlich auch umschalten und sich das ultimative Außenseiterduell dieses Turniers anschauen: In Atlanta trifft die Demokratische Republik Kongo auf Usbekistan.
WM 2026 im TV: Elf Vorrundenspiele, die Sie nicht verpassen sollten
Bei welchen Partien der WM 2026 es sich lohnt, im Zweifel auch mal den Wecker zu stellen.
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